Vortrag von Helmut Draxler: Das Ende der linken Kunstgeschichte?
Linke Kunstgeschichte war lange Zeit davon inspiriert, eine materielle und soziale Lesart von Kunstwerken und historischen Ereignissen zu erarbeiten. Dies schien die Gewähr dafür zu bieten, nicht in idealistischen und ideologischen Verhängnissen gefangen zu bleiben und einen realistischen Weg in eine lichte, versöhnte Zukunft zu bahnen. Heute stellt sich die Frage, wie eine solche Zukunft und der fortschreitende Weg dorthin überhaupt gedacht werden können, und welche Rolle der Kunstgeschichte hierbei zukäme. Muss also weiterhin der, in der geschichtsphilosophischen Einheit ihrer Gegenstände begründete Mythos der Kunstgeschichte zu Ende gebracht werden, um einen linken, emanzipatorischen Sinn zur Erscheinung zu bringen, oder geht es nicht vielmehr um den Mythos des Zu-Ende-bringens und mithin um die Frage, wie sich im Rahmen einer dezidiert linken Kunstgeschichte die rhetorische Figur eines Endes: des Endes der Kunst, des Endes der Geschichte, des Endes der Kunstgeschichte und noch ihres eigenen Endes verstehen ließe?
TEILNAHME: Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird parallel via Zoom übertragen. Informationen und Zoom Link: https://www.zikg.eu/aktuelles/veranstaltungen/2026/vortrag-helmut-draxler-das-ende-der-linken-kunstgeschichte