Die in Berlin lebende Sängerin Wafaa Saied (* 2000, Gaza) tritt live mit ihrer Band auf und verwebt traditionelle Lieder mit persönlichen und kollektiven Erzählungen. Das Konzert verbindet Musik und mündlich überlieferte Geschichten, um Formen der kulturellen Resilienz darzustellen.
Ausgehend von Geschichten ihrer Familie und Community vermischt Saied autobiographische Narrative mit palästinensischen Liedern und Folklore. In ihrer Arbeit bewahrt und belebt die Musikerin nicht nur erzählerische Traditionen, die unser kollektives Gedächtnis tragen. Sie schafft auch Raum für Erzählungen, die oft unterrepräsentiert sind oder auf Schlagzeilen reduziert werden. Musik und Storytelling sind für sie gleichermaßen Akt der Bewahrung sowie eine Form des Widerstands gegen das Auslöschen und Schweigen. Als Antwort auf die emotionale Distanz, die durch die ständige Wiederholung von Bildern extremer Gewalt entsteht, fördert Saied Nähe, Empathie und Aufmerksamkeit. Dabei teilt sie gelebte Erfahrungen und palästinensische Narrative jenseits von Statistiken und medialer Darstellung.
Dieses Konzert findet als Double-Bill mit einem Konzert von Nour Sokhon statt. Wir empfehlen den Kauf eines Kombitickets für beide Konzerte.