„Wer hat meinen Vater umgebracht“ verbindet politisches Theater mit digitaler Medienkunst und inklusiven Arbeitsweisen. Basierend auf dem preisgekrönten Roman von Édouard Louis verknüpft die Inszenierung persönliche Biografie mit messerscharfer soziologischer Analyse. In klarer, unnachgiebiger Sprache wird gezeigt, wie politische Entscheidungen Lebensläufe prägen. Die soziale Realität, die Louis beschreibt, spiegelt dabei aktuelle Entwicklungen in Deutschland wider, vom Abbau sozialer Sicherungssysteme bis hin zur wachsenden gesellschaftlichen Spaltung.
Vier Schauspielende in einem ständigen Wechsel zwischen Opfer-, Täter- und Zeug*innenrollen machen sichtbar, wie tief soziale Herkunft und ökonomische Gewalt in uns verankert sind .. Die Inszenierung macht die harten Fakten politischer Verantwortung sinnlich erfahrbar und schafft einen Ort kollektiver Verantwortung. Hier wird Solidarität nicht nur als Wort, sondern als einziges utopisches Mittel begriffen, um die Spirale unterdrückender Gewalt endlich zu durchbrechen.
Édouard Louis gilt als einer der wichtigsten jungen Intellektuellen Frankreichs. Seine Texte sind radikal ehrlich und beschreiben die wachsende gesellschaftliche Spaltung. Diese Produktion verleiht Louis’ Texten eine neue Aktualität und Dringlichkeit, die in der für Björn Gabriel typischen Live-Film-Theater-Ästhetik sinnlich erfahrbar wird.
Die Vorstellung am 14.05. und am 15.05. wird von einer Audiodeskription mit Touch Tour begleitet.
Die Vorstellung am 14.05. wird von deutscher Lautsprache in Deutsche Gebärdensprache (DGS) verdolmetscht.
Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich. Es gibt eine kleine Kante auf dem Weg zum Zuschauersaal. Personal für eine Hilfestellung ist vor Ort.
Am Veranstaltungsort gibt es keine rollstuhlgerechte Toilette. Die nächste rollstuhlgrechte Toilette befindet sich im Bürgerzentrum Nippes Altenberger Hof (Mauenheimer Str. 92, 50733 Köln, 220 m entfernt).
Wir können insgesamt je Vorstellung 4 rollstuhlgerechte Plätze oder barrierefrei erreichbare Sitzplätze für Dich reservieren.
Die Vorführungen können auch online mit integrierter DGS-Verdolmetschun mitverfolgt werden, unter https://studio-trafique.de/livestreams/
Zur Nutzung der Audiodeskription am 14.05. und am 15.05. sowie der Verdolmetschung in Leichte Sprache am 16.05. können eigene Kopfhörer mitgebracht werden. Der Anschluss funktioniert über einen einfachen Mini-Klinken-Stecker.
Die Parkplätze auf der Merheimer Str. oder auf dem Parkplatz des St. Vinzenz-Hospital sind für Menschen mit Behinderung geeignet.
Die verschiedenen Unterstützungsbedarfe können beim Ticketkauf angegeben werden. So können wir uns gut vorbereiten.
Blindenführ- und Assistenzhunde sind herzlich Willkommen. Bitte gib Bescheid, wenn Du einen Hund in die Vorstellung mitbringst.
Melde Dich bei Anliegen und Fragen zur Barrierefreiheit gerne bei Iris (iris.haist@sommerblut.de)
Rechte am Werk: Wylie agency / Aufführungsrechte für die dt. Übersetzung: Fischer Verlag