Fr.,12.06.26
Einlass 19 Uhr Beginn 20 Uhr
Blue Shell Live:
YELKA ‧ DISSO!VER ‧ MATHIAS SCHAFFHÄUSER
Yelka
PostkrautJazz
Yelka sind:
Yelka Wehmeier: Namensgeberin, Bass und Gesang (zuvor bei Gewalt und Eagle Boston).
Daniel Meteo: Gitarre (von u.a. The Whitest Boy Alive) bekannt als Manager von Apparat und Mitbegründer von Shitkatapult).
Christian Obermaier: Schlagzeug (spielte u. a. bei Schneider TM und Eagle Boston).
Als ich YELKA das erste Mal gehört habe, dachte ich: „In der Band würde ich auch gern spielen.“ Mittlerweile weiss ich, dass das gar nicht so einfach wäre. Das, was da super easy und fluffig daherkommt, ist so speziell und eigen, dass man den Ton, wenn man nicht zur Band gehört, gar nicht so ohne Weiteres treffen würde. Das ist vor allem der unkonventionellen Harmonik der Gitarren geschuldet. Daniel selber sagt, er ist sehr zufrieden mit den Gitarren und hätte diesmal zu fast allen Songs noch eine zweite Gitarre eingespielt, was ich als Fan seiner anarchischen Spielweise natürlich grossartig finde. Zusammen hält das Album auch diesmal wieder Yelkas stoisch groovender, absolut schick klingender Bass, der sich durch die wilden Gitarrengirlanden schlängelt, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Und wenn Yelka dann noch singt, werden die Tracks wie bei Velvet Underground plötzlich total poppig. Christians Drums vermitteln zwischen diesen beiden Polen. Angenehm verspielt, leicht angejazzt und meist krautig spielt er sich durch die Tracks. Alles ist live eingespielt und klingt mega.
Besondere Highlights auf diesem 6. YELKA-Album „JEANS“ sind die Piano-Einsätze von Federico Corazzini, der der besonderen Harmonik der Band noch wunderbar offene Jazzakkorde hinzufügt, und die Chor-Arrangements von Popschutz-Ikone Arne Bergner, der auch für die Produktion verantwortlich ist. Den letzten Schliff bekommt YELKAS wundervoller Sound auch dieses Mal wieder durch Norman Nitzsches Mastering im Mokik Studio. Ein tolles Band-Album, vom großen Pop-Entwurf „King of the World“ — Steely-Dan-Cover — mit einem phantastischen Keyboard-Solo von „the one and only Dan Ra“, alias Daniel Nentwig, von unter anderem The Whitest Boy Alive, über die atmosphärisch-jazzige Miniatur „Moon For Now“ bis zum verschrobenen, fast 9-minütigen Gitarren-Rauswerfer „Walking Whispering“ — da sind, glaube ich, auf jeden Fall mehr als zwei Gitarren drin — ist alles dabei. Amerikanische Indierock/Pop/Jazz-was-auch-immer-Schule — ist ja schließlich auch das dritte Album der Amerika-Trilogie der Band — und trotzdem vor allem Berlin, in seiner sympathischsten und vielleicht sogar coolsten Spielart.
Masha Qrella
https://linktr.ee/karaoke_kalk
Disso!ver
Indie Neokraut
Disso!ver live ist wie eine Art Ein-Mann-Neokraut-Indie-Jukebox: Gitarre, Bass, Analogsynthesizer und weitere Instrumente werden gespielt, geloopt, darüber Zeilen wie:
„Post Post Irgendwas.
Neo-Something.
Irgendwann einmal für irgendwen
war irgendwas mal irgendwie
von Bedeutung“
Die Songs variieren zwischen Synthiepop, Neokraut und fuzzigem Indierock. Die aktuelle Platte „Die völlige Abwesenheit von Punk“ wurde in der Kölner „Stadtrevue“ prompt „Platte des Monats“.
https://www.instagram.com/dissolvercgn/
https://dissolver.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=4HIUOra5dp0
Mathias Schaffhäuser
Indie-Dance & Electronica
Mit "Singing About It“, seinem letzten Soloalbum, überraschte Mathias Schaffhäuser im Herbst '24 Fans und Kollegen – plötzlich standen Gesang und Songs im Mittelpunkt und nicht mehr der Dancefloor. Also mußte auch ein neues Bühnen-Konzept her: Live-Gesang zu vorproduzierten Backing-Tracks plus live generierte Visuals von Video-Artist Stephan Meyer. Und dieses Konzept feierte seine Premiere im Blue Shell am 11. Oktober 2024! Danach machten im Publikum die Namen Bowie, Ferry und Scott Walker die Runde – kein schlechter Einstand.
Seitdem ist einiges passiert, Mathias spielte etliche Gigs, u.a. im MTC, in Odonien und der Asimmetric-Bar, und im Oktober '25 erschien „Beneath Your Feet“, das dritte Album seines Projektes FANATICO X (zusammen mit dem New Yorker Jorge Socarrás). Das Magazin Groove schrieb darüber: „Poetisch, fantastisch und ja, auch tanzbar. Beneath Your Feet (...) wirkt, als würde jemand ein vertrautes elektronisches Koordinatensystem neu justieren.“
Zudem jährt sich 2026 die Veröffentlichung von Schaffhäusers Album „Love & Business“ zum 25. Mal, und das wird gefeiert mit Neubearbeitungen der beiden erfolgreichen Songs „Hey Little Girl“ und „Take Me To Your Heart“ - genug Stoff also für ein Live-Update!
Am bewährten Konzept wird nicht gerüttelt, alles, was zu hören ist, hat der Kölner selbst produziert, eingespielt und gesungen - ohne Tricks oder KI. Die Songs grooven zwischen Downbeat, Minimal und House und bewegen sich stilistisch im weiten Feld von Art- und Indie-Pop. Oder, wie Angie Portmann in ihrer Sendung „Late Nite Sounds“ auf Bayern 2 so schön meinte: „Call it Cosmic Art Pop?“ Die Antwort gibt am besten jeder selbst.
Feedbacks + Reviews zu "Singing About It“:
Thomas Meinecke (F.S.K., Autor):
Ich bin beeindruckt von der Produktion und dem dezidierten Croonen!
Hans Nieswandt (Whirlpool Prod.):
Gefällt mir auch sehr gut.
Patrick Wagner (Gewalt_Band):
Find ich super. Am besten gefällt mir dass geisterhaft bowie-artige „I Fall With You
Michael Reinboth (Compost Records):
Finde ich gut.
... und zum Album BENEATH YOUR FEET von FANATICO X:
Kaput Mag:
- Album der Woche! -
Grenzen zu überschreiten und Grenzen zu verschieben ist spannend, besonders wenn es von so versierten Protagonisten der Szene wie dem Kölner DJ und Produzenten Mathias Schaffhäuser und dem Sänger Jorge Socarrás gemacht wird.
MINT:
Its diversity is what defines Beneath Your Feet. With each track, the duo transports you into a different mood – gently but firmly. (...)
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