FOTO: © Robert Schwienbacher, 2016

Atombunker Köln-Kalk / DOKK

Das sagt die Location:

Haltestelle: Kalk Post, Trimbornstr.

Mit der Kölner U-Bahn in den Atombunker? Der »Eiserne Vorhang« und der »Kalte Krieg« sind gerade für jüngere Generationen längst vergessene Begriffe vergangener Tage. Dazu passt, dass an der U-Bahn-Haltestelle Kalk-Post noch immer ein großer, stummer Zeitzeuge dieser Ära schlummert. Täglich fahren tausende Menschen durch einen Atomschutzbunker — den letzten seiner Art. Sie steigen darin aus oder um, ohne es zu wissen. Hinweisschilder für einen nuklearen Schutzbau sind dort nicht zu finden. Aber tonnenschwere Schutztüren aus Spezialstahl, Luftfilter, Zisternen, Vorrichtungen zur Energieversorgung und eine Krankenstation sind neben vielem anderen mehr bis heute vorhanden. Diese unvermutete Stadt unter der Stadt vermittelt hautnah, welche Folgen der Kalte Krieg und die Furcht vor der nuklearen Bedrohung vor gar nicht allzu langer Zeit für Köln hatte. Wie viele andere Städte wappnete man sich hier vor möglichen Atomangriffen.

Rund 2.400 Personen sollten hier für maximal 14 Tage überleben können. Doch was dann? Hätten sie anschließend wieder in ein intaktes Köln entlassen werden können…? Die Dokumentationsstätte Kalter Krieg (DOKK), eine Außenstelle des Kölner Festungsmuseums, macht den Atombunker als Zeitzeugnis zugänglich und erlebbar. Es geht durch Luftdrucktüren und Schleusen in die Krankenstation und den Verbandsraum. Auf einzigartige und beklemmende Weise konserviert der unterirdische Atombunker eine zeitgeschichtliche Epoche. Ein bedeutendes Stück Geschichte, nicht nur der Stadt Köln. Verbindliche Voranmeldung notwendig vom 1.10.–1.11. auf der Website https://nachts.unter.koeln/

Begrenzte Kapazität, kein Nachrückverfahren möglich.

Atombunker Köln-Kalk / DOKK
Roberstraße 2,
51105 Köln
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