Ein Blick ins Gefängnis sagt viel über eine Gesellschaft und ihre Ungerechtigkeiten aus. Wer wird eingesperrt und wofür? Die JVA Rennelberg diente dem NS-Regime als Instrument, um politischen Widerstand zu brechen. Auch heute nutzen autoritäre Staaten auf der ganzen Welt Gefängnisse als Mittel zum Machterhalt. Doch auch in liberalen Gesellschaften wird hinterfragt, ob Gefängnisse wirklich Gerechtigkeit herstellen können.
Festival Theaterformen öffnet erstmals die Tore der JVA Rennelberg für die Öffentlichkeit und verwebt Braunschweiger Stadtgeschichte mit den Perspektiven internationaler Künstler*innen auf Ungerechtigkeit und staatliche Gewalt. Performances von Harald Beharie, LASTESIS, Nicoleta Esinencu / teatru-spălătorie, Public Movement und Sonya Lindfors & Maryan Abdulkarim entstehen vor Ort neu.
Das Festivalzentrum bietet Raum zur Auseinandersetzung, zum Entspannen bei einem Getränk in der Sonne und um bei den Silent Discos gegen die Gewalt der Architektur anzutanzen.
Die JVA Rennelberg, die kein Gefängnis mehr ist, aber auch noch nicht von der Investitionsbranche übernommen, wird für kurze Zeit zu einem Möglichkeitsraum. NO PRISON lädt ein, an diesem Ort der Vereinzelung und des Ausschlusses zusammenzukommen und gerade hier Gemeinschaft und Kunst zu erleben.
Nur geöffnet im Rahmen des Festivals Theaterformen:
18.06., 14:00 – 22:00
19.06., 14:00 – 01:00
20.06., 14:00 – 01:00
21.06., 14:00 – 23:00
25.06., 18:00 – 23:00
26.06., 15:00 – 01:00
27.06., 15:00 – 01:00
28.06., 15:00 – 22:00