Menschen in Köln: Interview mit einem Flaschenpost-Fahrer

Wir machen uns immer auf die Suche nach interessanten Menschen und wollen hinter die Kulissen blicken. Jetzt haben wir uns gefragt, wie eigentlich der Alltag von einem Fahrer bei flaschenpost, dem großen Getränkelieferdienst, aussieht. flaschenpost liefert dir innerhalb von 120 Minuten zu günstigen Supermarktpreisen die Getränke bis an deine Wohnungstür - es gibt keine Liefergebühr und eine super einfache Pfandrückgabe. Schau dir hier das Interview in voller Länge an:

 

Tipps für Morgen, Partys, Flohmärkte, Theater, Kinoprogramm und noch mehr?

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- Wie läuft ein klassischer Tagesablauf als Fahrer bei flaschenpost ab?


Bei Schichtbeginn stempeln wir uns auf "Bereit" und warten kurz auf den jeweiligen Aufruf. Sobald dieser kommt beladen wir die Wagen und sichern die Kisten. Dann geht`s weiter auf die Tour zu unseren Kunden. Auf dem Weg zum Kunden dient unser Hand-Held, ein iPhone-ähnlicher Taschencomputer als Navigationsgerät. Beim Kunden selber nutzen wir das Hand-Held für alle Prozesse, von der Unterschrift bis zum Scannen der Kisten.


Nach Auslieferung aller Kisten fahren wir zurück zum Lager. Nachdem wir den Pfand auf Rollwagen zur Pfand-Abteilung gefahren haben stempeln wir uns wieder auf "Bereit". Während wir auf den nächsten Aufruf warten, helfen wir den Kolleginnen und Kollegen im "Verteiler" - also dort, wo die Kisten vom Rollband in die Regale kommen.


Am Ende einer Schicht muss das Auto von einem Schichtleiter oder Teamleiter abgenommen werden und damit ist unser Arbeitstag beendet. 


- Wie schafft ihr es immer pünktlich innerhalb von 120 Minuten beim Kunden zu sein?


Wir machen keine leeren Versprechungen, natürlich ist es unser Ziel in 120 Minuten bei unseren Kunden zu sein. In den allermeisten Fällen sind wir sogar schon eher da – Ausnahmen gibt es aber natürlich auch. Dann halten uns Dinge auf wie z.B. Staus, Unfälle oder auch mal Eis und Schnee im Winter. Das sind aber Faktoren, die wir leider nicht immer beeinflussen können. Trotzdem – wir sind flexibel und suchen immer den schnellsten Weg zum Kunden!


- Muss man auf irgendwas besonderes Acht geben, beim Kontakt mit den Kunden oder auf der Fahrt?


Freundlichkeit und Sicherheit im Straßenverkehr haben für uns oberste Priorität!


- Ist dir schon mal eine Wasserkiste umgekippt?


Ja, natürlich! Auch schon mal ein ganzer Stapel! Aber so etwas passiert, dann sammelt man die Scherben auf und macht weiter.


- Bist du durch deinen Job fitter geworden?


Definitiv! Ein paar hundert Kilo am Tag zu bewegen plus Treppensteigen – das hält fit!


- Hat dir jemand mal nackt die Tür geöffnet? Oder gab es ein anderes verrücktes Erlebnis?


Zum Glück hat man mir noch nie nackt die Tür geöffnet… Andere skurrile Erlebnisse hatte ich auch noch nicht – leider kann ich da jetzt nicht aus dem Nähkästchen der Kollegen plaudern, die vielleicht schon die ein oder andere witzige Situation hatten.


- Gibt es besonders beliebte Getränke, die immer bestellt werden?


Ganz klar – Wasser ist besonders beliebt, nicht nur in diesem heißen Sommer, den wir hatten. 


- Wie sind die Rückmeldungen? Auf Seiten der Kunden? Auf Seiten der Partner?


Die Kunden sind begeistert, dass wir es innerhalb so kurzer Zeit schaffen, die Getränke zu liefern. Ich glaube, wir haben auch schon die ein oder andere Party - oder auch mal ein Geschäftsmeeting -gerettet.


- Was ist das Besondere an flaschenpost im Gegensatz zu den Lieferdiensten von Rewe etc.


Wir sind schnell, zuverlässig und preiswert und haben außerdem keine Maximal-Bestellgrenze. Je mehr Kisten, desto besser. Das ist bei der Konkurrenz teilweise anders.


- Die meiste Zeit verbringt man ja im Auto. Hast du eine Lieblingsplaylist oder einen Podcast, den du dir gerne anhörst?


Ich höre deutschen, türkischen und schweizer Rap, also Rap von Aggro Berlin über Griot und Wicht bis hin zu Alpa Gun – Klarer Genre-Fokus, dafür ganz international.


 


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