HAPPY BIRTHDAY! 10 Jahre tanz.tausch – tanz und performance festival Köln: Das sind unsere Highlights

von Katharina

Foto: Marje Hirvonen (c) Alessandro De Matteis

Es gibt etwas zu feiern: Das tanz.tausch – tanz und performance festival wird 10 Jahre alt! Wir gratulieren ganz herzlich und sind schon richtig gespannt auf das diesjährige Programm!

Du kennst das tanz.tausch Festival noch nicht? Kein Problem - wir zeigen dir, was dich erwartet:

Der August steht ganz im Zeichen des Tanzes, denn das tanz.tausch Festival zeigt dir in einem sechstägigen Sommerfestival, Neuheiten im Bereich Choreographie, Theater, Musik und Performance. Zur Jubiläumsausgabe werden alte und neue Lieblingskünstler:innen eingeladen, ihre aktuellen Arbeiten bzw. Premieren auf der Bühne, der Straße, in Schaufenstern und im digitalen Raum zu präsentieren.

Das vergangene und aktuelle Zeitgeschehen spielt bei den Darstellungen eine große Rolle: Pandemie, Krieg, Klima- und Energiekrise - die schrecklichen Nachrichten verlangen uns so einiges ab und lassen uns dabei an Sinn, Zweck und Daseinsberechtigung der Kunst und Kultur zweifeln. Das tanz.tausch Festival möchte dem entgegenwirken: "Auch wenn wir Kunst- und Kulturschaffenden nicht die Welt retten, retten wir im besten Fall damit manchen Tag, lassen den Alltag einen Moment vergessen, bringen zum Lachen und zum Weinen, eröffnen neue Perspektiven und Blickwinkel und schaffen ein Bewusstsein für Themen, die in diesen Zeiten eventuell ein wenig aus dem Fokus geraten."

Mit dieser starken Message steigen wir jetzt ins Programm ein:

Foto: The Matter of Fact, Foto Manfred Hierdeis

tanz.parcours, tanz.digital & tanz.bühne

Das Festival findet in der gesamten TanzFaktur, der Kölner Südstadt und digital statt.

tanz.bühne

In der TanzFaktur befindet sich die Festivalzentrale, hier passieren in der Halle, im Lichthof oder auf der Bühne die wundersamsten Dinge. Es erwarten dich Arbeiten von Cindy Hammer / go plastic company, Marje Hirvonen, HARTMANNMÜLLER, Hermann Heisig, Jörg Müller, Özlem Alkis, fabien prioville dance company, Henrik Kaalund, Katharina Senzenberger, Tacho Tinta, SEE! und vielen mehr. Check hier die Veranstaltungen aus.

Freu dich außerdem auf ein Rahmenprogramm mit Einführungen und Nach(t)gesprächen und das neue Format "tanz.kaffee". Hier kannst du am Sonntagnachmittag weitere Künstler:innen des tanz.tausch-Netzwerks kennenlernen und dich bei Kaffee und Kuchen austauschen.

tanz.parcours

Gehe auf Entdeckungsreise durch die Kölner Südstadt und lass dich überraschen. An den unterschiedlichsten und verrücktesten Orten finden site specific works, Filme oder Performances statt: Schau mal in die Schaufenster und entdecke kurze Filme oder setz dich mit einer Picknickdecke in den Friedenspark und sei Teil einer Performance. Auf dem KAP686 Skateplaza fahren nur Skater:innen? Nicht während des Festivals! Hier gibt es ebenfalls eine Menge zu bestaunen. Der Parcours ist unser persönliches Highlight - schau unbedingt bei den verschiedenen Stationen vorbei, es macht sehr viel Spaß diese zu entdecken. Die Karte dazu findest du hier.

tanz.digital

Du bist nicht in Köln und willst dir das Festival trotzdem nicht entgehen lassen? Auf der Webseite sind vom 16.-21. August digitale Projekte, die während der Pandemie entstanden sind, zu sehen. Schau mal hier vorbei.

Das sind unsere drei Highlights in diesem Jahr:

HARTMANNMÜLLER : NO FUN | Hermann Heisig : Singing Machine

NO FUN schafft eine von skurrilen Gestalten bewohnte Welt - eine Welt voller Kunstfiguren - und startet damit einen Selbstversuch: Beobachte genau! Wie entwickelt sich diese Welt? Herrscht Chaos? Gewalt? Streit? Ist es langweilig oder ist die Welt bunt, voller Leben und einfach nur positiv verrückt? Tanz gemeinsam mit dem Duo HARTMANNMÜLLER den allerletzen Tanz voller Gefühle.

Die zweite Darbietung ist Hermann Heisigs Soloarbeit "Singing Machine" - er schafft durch Räuspern, Anfeuern, Kommentieren, Lautmalerei und große Ansprachen eine ganz besondere Situation, denn zwischen Sprechen, Singen oder Tanzen entstehen Nummern, in denen die Stimme zum Resonanzraum des Körpers wird - oder auch umgedreht der Körper zum Resonanzraum der Stimme: Heisig tanzt, was er singt, und singt, was er tanzt! WE LIKE!

Foto: Dieter Hartwig

fabien prioville dance company : 12Fifty Mb/s | Henrik Kaalund : The Matter of Fact

"12Fifty Mb/s" setzt sich auf künstlerisch-ästhetische Weise mit Fragen zum Thema Datentracking auseinander. Hierfür wurde eine spezielle App entwickelt, über die du Infos über das Stück und die Performer:innen erhältst. Sensible Daten, die die Grenze zur Privatsphäre überschreiten. Wie gehst du damit um?

Bei The Matter of Fact bekommst du einen tänzerischen Medienrückblick auf das Jahr 2021. Welche Geschehnisse haben uns geprägt, auf welche Weise und wie haben wir davon erfahren? Das Publikum kann mithilfe eines Chats die Performance live beeinflussen.  

Foto: Mischa Lorenz

SEE! : Bioswop/Biographiesupermarché

Was macht uns eigentlich aus? Das Publikum begibt sich zusammen mit den Performer:innen unterschiedlichster Herkunften auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Was können uns unsere Körper erzählen? Wie lautet unsere Biographie? Lässt sich diese überschreiben? Die Räume sind offen, die Grenzen zwischen Publikum und Performer:innen verschwinden.

Foto: Bioswop Video

- Anzeige -