FOTO: © 1957 Shochiku Co., Ltd.

Black River

Das sagt der/die Veranstalter:in:

黒い河 Kuroi kawa
Regie: KOBAYASHI Masaki
1957, 115 Minuten, OmeU, 35 mm

Das düstere Drama wirft ein Licht auf die ­Korruption und das Leben nahe eines US-Militärstützpunkts im Nachkriegsjapan. Nakadai ­Tatsuya ist hier in seiner ersten großen Hauptrolle zu sehen und verkörpert einen skrupellosen Kleinkriminellen. Der Film markiert den Beginn einer engen Zusammenarbeit zwischen Regisseur Kobayashi Masaki und Nakadai Tatsuya in den Folgejahren.

Nishida, ein gutherziger Student, zieht in ein heruntergekommenes Mietshaus in der Nähe eines Stützpunktes der US-Luftwaffe. Er freundet sich mit der engelsgleichen Shizuko an, die als Kellnerin arbeitet. Der kaltherzige Kriminelle Joe hat ebenfalls ein Auge auf Shizuko ­geworfen und kommt ihr auf hinterhältige Weise näher. Es entspinnt sich ein Liebesdreieck, das als Bild einer Nation gelesen werden kann, die langsam in Gesetzlosigkeit und Gewalt versinkt.
 

Filmreihe
NAKADAI Tatsuya (1932-2025)
Die vielen Gesichter der japanischen Schauspiellegende

Nakadai Tatsuya zählt zu den bedeutendsten Schauspielern der japanischen Filmgeschichte. Der vielfach ausgezeichnete Darsteller war in über 120 Filmen zu sehen und verkörperte zumeist komplexe und vielschichtige Charaktere.

Geboren am 13. Dezember 1932 in Tokyo besuchte Nakadai nach seinem Schulabschluss Aufführungen der Theatergruppe Haiyûza, in die er 1952 selbst aufgenommen wurde. 1954 gab er mit einem Statistenauftritt sein Filmdebüt in Die sieben Samurai, was den Beginn einer langjährigen Partnerschaft mit Kurosawa Akira markierte: Nakadai spielte tragende Rollen in Yojinbô oder Tsubaki Sanjûrô und brillierte als Protagonist in den großen Epen Kagemusha und Ran. Aber auch mit anderen renommierten Regisseuren wie Kobayashi Masaki, ­Okamoto Kihachi und Teshigahara Hiroshi verband ihn eine enge ­Zusammenarbeit.

1975 gründete Nakadai gemeinsam mit seiner Frau und Schauspielerkollegin Miyazaki Yasuko eine Schule für Nachwuchsschauspieler ­namens Mumei juku, die von zahlreichen Talenten besucht wurde, ­darunter auch Yakusho Kôji (bekannt u.a. aus Perfect Days).

Die schillernde Bandbreite der von Nakadai dargestellten Figuren reicht von Samurai, Kriminellen und Universitätsprofessoren bis hin zu Malern und Familienvätern, denen er mit feinen Nuancen Tiefe und Intensität verlieh.

Nakadai Tatsuya starb am 8. November 2025 im Alter von 92 Jahren an einer Lungenentzündung.

Die Filmreihe findet in Zusammenarbeit mit dem Filmfestival 
Nippon Connection in Frankfurt statt (02. – 07.06.2026).

Im Rahmen der Retrospektive des Festivals zeigt das 
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum acht Filme 
mit NAKADAI Tatsuya aus dem Archiv der Japan Foundation in Tokyo.

Weitere Informationen unter https://nipponconnection.com/

Location

Japanisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 98 50674 Köln
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