Seit mehr als 13 Jahren gibt es das Quartett Schmid’s Huhn, besetzt mit den Namensgebern Stefan Karl Schmid und Leonhard Huhn am Tenor- und Altsaxofon plus Klarinetten und einer Rhythmusgruppe mit Stefan Schönegg (Bass) und Fabian Arends (Drums). Stilistisch verorten lässt sich die Musik im Spannungsfeld von Post-Bop und Neo-Cool, in das man noch jazzmusikalische Avantgarde und aktuelle Improvisationsmusik platziert. In ihrem Spiel geht es den Musikern um strukturelle Prozesse und die improvisatorische Transformation von fertigem Material, das energetisch und emotional aufbereitet wird. Zusammen mit der Kölner Jazz Konferenz haben Schmid’s Huhn ein ungewöhnliches Projekt begonnen: ein „Cologne Songbook“, in dem 111 Stücke von Kölner Komponist:innen versammelt sind. Daraus hat das Quartett einige Stücke extrahiert, um diese als Improvisationskünstler anders umzudeuten und neu zu formen – mit dem Ziel, diese Titel in immer wieder andere musikalische Zusammenhänge zu bringen und die Vitalität der Kölner Szene ebenso offenzulegen wie deren internationale Strahlkraft zu zeigen.
Stefan Karl Schmid – sax/cl
Leonhard Huhn – sax/cl
Stefan Schönegg – b
Fabian Arends – dr
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Sam Gendel, 1987 im kalifornischen Visalia geboren und in Los Angeles aufgewachsen, wurde mit dem Jazz der Altvorderen groß – Miles Davis, Duke Ellington und John Coltrane gehörten daszu, aber auch Wayne Shorter und Rahsaan Roland Kirk. Unter dem Eindruck dieser Musiker begann er, Saxofon zu lernen und seinen eigenen Weg in dieser ursprünglich afroamerikanische Musik abzustecken. In Los Angeles kam Gendel in Kontakt mit dem Produzenten Flyling Lotus, über diesen fand er Gleichgesinnte, die, wie er auch, Jazz nicht als ein historisch abgeschlossenes Genre betrachten, sondern als ästhetische Haltung, um gesellschaftliche und politische Fragestellungen mitzudenken. Gleichgültig, ob mit Band oder solo, Gendel lässt als Multiinstrumentalist (neben Saxofon auch Keyboards, Synthesizer und Gitarre plus einiges aus dem digitalen Baukasten) „seinen“ Jazz unüblich klingen: Mal transformiert er Jazzstandards wie „Satin Doll“ oder „In A Sentimental Mood“ in einen technoiden Kontext, mal überträgt er das digitale Setting von HipHop- und R&B- Tracks der Nuller-Jahre in wohlig-analoge Sounds.
Sam Gendel – sax/efx
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