Hämische Bildmontagen, digitale Hetzkampagnen, explizite Gewaltandrohungen – was nach den dunklen Rändern des Internets klingt, ist für viele Frauen, insbesondere in der (politischen) Öffentlichkeit, bitterer Alltag geworden. Ingrid Brodnig, Journalistin und Expertin für digitale Öffentlichkeit und Debattenkultur, analysiert in ihrem neuen Buch Feindbild Frau, wie digitale Gewalt entsteht, wie sie oftmals durch rechte Netzwerke angeheizt wird und welche opportunistischen Medienmechanismen hinter den Angriffen stecken. Bei der phil.COLOGNE trifft sie auf Ricarda Lang, ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen, und Kristina Lunz, Autorin (u.a. „Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch“) und Aktivistin, die selbst seit Jahren massiven digitalen Anfeindungen ausgesetzt sind und sich öffentlich gegen Hass im Netz positionieren. Mod.: Stephanie Rohde