FOTO: © Daniel Nehring

Geister

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Das sagt der/die Veranstalter:in:

Geister sind entkörperlichte und fluide Erscheinungen, nicht mehr als Luftzüge oder Windstöße, die ihre Anwesenheit seit jeher den Visionen und imaginierten Bildern menschlicher Erzählungen verdanken. Sie manifestieren sich in der Unschärfe, zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit und streifen uns fast unmerkbar. Dennoch hinterlassen Sie Schockwellen, die nur langsam verklingen. 

Daniel Nehring bringt in seiner Arbeit Geister, diese flüchtigen Formen, zur Kristallisation. Die Übersetzung von Körpern in digitale 3D-Modelle ermöglicht es ihm, die Parameter naturgetreuer Darstellung ebenso zu untersuchen, wie zu verschieben. In einer morphenden Choreografie bringt er bestehende 3D-Modelle menschlicher Büsten und selbst erstellte Köpfe fantastischer Wesen zum Verschmelzen. Die Ursprünge lösen sich hier in den überblendenden Formen, Details und Oberflächen auf; die Haut verselbstständigt sich im Spiel mit den Parametern der Software. An der Grenze zwischen Fläche und Raum, Innen- und Außenwelt definiert die Haut eine Schwelle mit komplexer Bedeutung: sie öffnet sich in Daniel Nehrings Arbeit zu einem Bildraum, in dem mineralisch anmutende Anatomien und korallenähnliche Verwachsungen zu pulsieren beginnen. Im spielerischen Umgang mit den digitalen Daten und Vektoren entstehen hybride Entitäten, in denen noch die gescannten Körperoberflächen durchscheinen, während sie gleichzeitig unter mystischen, skulpturalen und geologischen Schichtungen zu Mischwesen fusionieren.

Text: Christoph Görke

 

Die Ausstellung wird gefördert durch das Kulturamt Düsseldorf und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

 

Ghosts are disembodied and fluid apparitions, no more than drafts of air or gusts of wind that have always owed their presence to the visions and imagined images of human narratives. They manifest themselves in the blur, between visibility and invisibility, touching us almost imperceptibly. Yet they leave shockwaves that fade only slowly.

In his work, Daniel Nehring brings these ephemeral forms to crystallization. The translation of human bodies into digital 3D models enables him to examine the parameters of naturalistic representation as well as to shift them. In a morphing choreography, he fuses existing 3D models of human busts and self-created heads of fantastic beings. The origins dissolve here in the blending forms, details and surfaces; the skin takes on a life of its own in the play with the parameters of the software. At the boundary between surface and space, inner and outer world, the skin defines a threshold with complex meaning: in Daniel Nehring's work, it opens up into a pictorial space in which mineral-like anatomies and coral-like adhesions begin to pulsate. In the playful handling of the digital data and vectors, hybrid entities emerge in which the scanned body surfaces still shine through, while at the same time merging into hybrid beings under mystical, sculptural and geological layers.

Text: Christoph Görke

 

The exhibition is supported by the Cultural Office Düsseldorf and the Federal Government Commissioner for Culture and the Media.

Location

PALACE DUS
Worringer Platz 1
40210 Düsseldorf

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