Isidor

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Das Theaterstück ISIDOR 210N JCDISCHES LEBEN zeichnet das bewegende Schicksal von Kommerzialrat Isidor Geller nach, dessen Leben in der Wiener Gesellschaft eine dramatische Wendung nimmt, als 1938 die Nationalsozialisten die Macht übernehmen. Im Mittelpunkt steht seine Urgroßnichte, die Journalistin Shelly Kupferberg, die durch Briefe ihres Großvaters erstmals seine Geschichte entdeckt und recherchiert. Die Inszenierung erzählt von Isidors Wurzeln in Lwiw, seinem gesellschaftlichen Aufstieg sowie seinem tragischen Niedergang bis hin zu seiner Verhaftung und dem Tod. Dabei öffnet sich ein differenzierter Blick auf das Wien des frühen 20. Jahrhunderts, die politischen Umbrüche und die Zerstörung demokratischer Strukturen. Unter der Regie von Philipp Stölzl entfaltet sich das Stück vor einem Bühnenbild von Stölzl und Franziska Harm. Die Ausstattung von Barbara Drosihn, die Musik von Tino Klissenbauer und die Lichtgestaltung durch Michael Hofer tragen zum atmosphärischen Erlebnis bei. Videosequenzen von Marcell Bándi und Johannes Traun sowie die dramaturgische Begleitung von Christina Schlögl ergänzen das Ensemble wirkungsvoll. Auf der Bühne agiert Stefko Hanushevsky als Isidor, begleitet von Itay Tiran in mehreren Rollen, darunter Erzähler, Gesangslehrer und Rabbi, sowie Lilith Häßle als Shelly. Komplettiert wird die Besetzung von weiteren Schauspielerinnen und Schauspielern, die verschiedene Figuren aus Isidors Leben verkörpern. Die Vorstellung dauert drei Stunden inklusive einer Pause. Das Publikum erwartet ein vielschichtiges, historisch geprägtes Drama, das persönliche und gesellschaftliche Geschichten eng miteinander verknüpft.

Location

Burgtheater
Burgtheater Universitätsring 2 1010 Wien
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