FOTO: © Amrei Wesinger

SCHWINDEL - Eine Premierenlesung der Buchstablerinnen

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Wir schwindeln nie! Sie etwa? Nein, oder? Wo kämen wir denn dahin? Was Sie also an diesem Abend hören werden, ist nichts als die Wahrheit. 11 schwindelfreie Autorinnen schreiben über Nähe, Kontrolle und Verlust, über den Halt und das Taumeln, wenn sie sie sich fallen lassen.

Eine fühlt sich benommen vor ihrer Kür in der Arena, eine gibt sich der Trance beim Tanzen hin; und wieder eine flunkert sich selbst etwas vor, damit der Alltag etwas erträglicher wird. Mal lakonisch, mal spannungsgeladen, mal voller Witz erzählen die Autorinnen von ihren Held*innen; wer hier strauchelt, fällt atemberaubend tief – oder wird das Gleichgewicht in der Schwebe entdecken – …

Dieser Abend ist übrigens in einer rauschhaften Nacht entstanden. Vielleicht ist das geschwindelt. Vielleicht aber auch nicht. Eine Premiere, zu der wir Sie aufrichtigst einladen!

Musik: Felix Römer

Kurzbiografien der Künstlerinnen

Samyra Hachmann (*1993 in Bielefeld) ist Deutsch-Palästinenserin mit deutscher und israelischer Staatsbürgerschaft. Im Studium der Geographie und Politikwissenschaften hat sie entschieden, sich nicht der Lösung des Nahostkonflikts, sondern des Klimawandels zu widmen. An beiden Fronten sind die Aussichten getrübt - ein guter Moment, um in Geschichten nach Antworten zu suchen.

Lina Hollinger, ursprünglich aus Saarbrücken, ist seit 2020 im Berliner Dating-Game unterwegs. Nachdem das Ziel, einen Mann zu finden, der kein Arsch ist, grandios verfehlt wurde, werden die letzten sechs Jahre nun zu Kunst. Sie schreibt, spielt und liest. Zudem ist sie Kulturwissenschaftlerin und arbeitet mit Text und Bild.  

Dana Rabea Jäger (*1992 in Duisburg) lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie Weiblichkeit, Körper und deren Objektifizierung. Textarbeit ist dabei sowohl eigenständige Form als auch Teil ihrer künstlerischen Arbeiten.

Jana Sepehr studierte Soziologie, Globalisierung und Entwicklungspolitik in Kiel, Maastricht und San Diego. Seit 2015 arbeitet sie als freiberufliche Journalistin. In ihren Texten geht es oft um Gerechtigkeit, Familie, Arbeit, den Sinn des Lebens und um Wahrheit und Lüge. 

Mandoline Rutkowski ist freie Kulturjournalistin in Berlin. Sie studierte Journalistik und Politikwissenschaften in Hannover und Amsterdam — und blieb danach selten lange an einem Ort. In Amsterdam war sie Pressevertreterin einer Umweltorganisation, die Gebäude besetzte, in Kapstadt moderierte sie eine eigene Radioshow, in London berichtete sie als Korrespondentin über die britische Klassengesellschaft. Das prosaische Schreiben ließ sie dabei nie los. Aktuell arbeitet sie an ihrem ersten Roman.

Olga Leise, *1986 in der Ukraine, studierte Sprach- und Literaturwissenschaften. Neben dem Beruf in einem sozialen Projekt widmet sie sich ihrem Psychologiestudium. Sie plant heimlich den großen literarischen Coup, der nicht zuletzt daran scheitert, dass sie jeden Schreibversuch wieder verwirft.  

Hannah Schragmann ist Philosophin, Unternehmerin – und Bauernhofkind. Ihr Schreiben, geprägt von Poesie und Nature Writing, ist seit jeher eine Form, in Beziehung zur Welt zu treten: ein Tasten, ein Suchen, ein Einweben. Eine Sichtbarmachung von geheimen Fäden.

Christine K schaut beim Schreiben in sich hinein und findet dort Lebens- und Seelenanteile, die europäisch und westafrikanisch aussehen. Sind sie das wirklich? CK ent-täuscht sich selbst mit ihrer autofiktionalen Erzählung.

Alina Valerie Weinert, *1995 in Freiburg i. Br., hat einen Bachelor in Theaterwissenschaft & Philosophie an der FU und ein Schauspieldiplom an der HfS „Ernst Busch“ absolviert; es folgten Engagements an diversen Stadt- & Staatstheatern. Ihre Prosatexte werden regelmäßig in Literaturzeitschriften publiziert und wurden mehrfach ausgezeichnet. 2026 ist sie zu einer Schreibresidenz im Künstlerhaus Salzwedel eingeladen.

Sabine Schönfeldt studierte in Hamburg Germanistik und Romanistik und lebt seit 1999 als freie Autorin in Berlin. Sie schreibt Hörspiele, Dramen, Kurzgeschichten und arbeitet gerade an einem Roman. Zuletzt erschien in Trojanische Steckenpferde ihre mit dem Nordost Literaturpreis ausgezeichnete Kurzgeschichte Old Mama & Little Child.

Amrei Wesinger (*1996) ist Regisseurin und Autorin. Das Hauptaugenmerk ihrer Kunst liegt auf dem Anders-sein im feministischen, queeren und neurodivergenten Kontext.

Location

Lettrétage e.V. Veteranenstraße 21 10119 Berlin
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