FOTO: © Jüdisches Museum Berlin | Adrian Oeser

taz Talk meets Jüdisches Museum Berlin: Repressive Migrationskontrolle & autoritärer Umbau in Europa

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die europäische Asyl- und Migrationspolitik ist seit drei Jahrzehnten durch eine gleichzeitige Offenheit und Abschottung gekennzeichnet: Die Vergemeinschaftung liberalisierte das Asylrecht in vielen Staaten, schuf aber gleichzeitig mit Frontex und Migrationspakten eine repressive Migrationskontrolle.

Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte nehmen unsere Gäste der Digital Lecture Series im Gespräch mit Dinah Riese in den Blick, wie seit den 1930er-Jahren die Grundlagen für ein humanitäres Flüchtlingsrecht erarbeitet wurden. Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden.

Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?

Im Gespräch:

🐾 Maximilian Pichl ist Rechts- und Politikwissenschaftler. Er ist Professor für Recht der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences, zuvor unterrichtete er an der Hochschule Rhein Main, der Goethe-Universität in Frankfurt a. M. und der Universität Kassel. Von 2015 bis 2017 war er rechtspolitischer Referent von Pro Asyl e.V.

🐾 Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie dort Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert.

Dieser taz Talk wird gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung.

Location

im Livestream
im Livestream Friedrichstraße 10969 Berlin

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