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Mit The Watermelon Woman erschien vor 30 Jahren der erste von einer offen lesbischen, schwarzen Frau inszenierte Spielfilm. Cheryl Dunye schafft als Regisseurin, Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin ein Werk zwischen romantischer Komödie, Dokumentarfilm und radikalem Experiment in queerer Filmsprache.
Neben ihrem Job in der Videothek arbeitet die Protagonistin Cheryl als angehende Filmemacherin an einer Dokumentation über Fae Richards, eine schwarze Schauspielerin aus den 1930er Jahren. Auf der Suche bekommt Cheryl Hilfe von verschiedenen queeren Figuren aus ihrem Umfeld, stößt aber auch immer wieder vor allem auf institutionelle Hürden in Archiven und Bibliotheken. Insbesondere schwarze queere Geschichte wurde dort oft kaum dokumentiert oder aktiv verdrängt. Auch ihre frische Beziehung zu einer weißen Frau macht Spannungen intersektionaler Identitäten sichtbar.
Mit viel Witz und Liebe zeigt Dunye queere Lebensrealitäten, inklusive tiefgreifender Exploration intersektionaler Identitäten. Die schwarzen, queeren Figuren des Films sind dabei nicht nur Gegenstände der Darstellung, sondern auch Ausgangspunkt für ein Umdenken von Geschichte, Repräsentation und filmischem Erzählen. Indem Dunye die Grenzen zwischen real und fiktiv, zwischen dokumentarisch und (auto-)biografisch verwischt, schafft sie neue Möglichkeiten, queere Geschichten zu erzählen. Ein Klassiker des New Queer Cinema und heute so relevant wie damals.
Sprachänderung: Mit englischen, statt ohne Untertitel.
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