Das sagt der/die Veranstalter:in:
„Wuthering Heights“ erzählt von der leidenschaftlichen, zerstörerischen Beziehung zwischen dem Außenseiter Heathcliff und Catherine Earnshaw, deren unerfüllte Liebe über Jahre hinweg Eifersucht, Rache und familiäre Konflikte entfacht.
Man kann Emerald Fennell nicht vorwerfen, dass sie nicht versuchen würde, sich mit ihrer Literaturadaption von sonstigen Herangehensweisen an Klassikerverfilmungen abzusetzen. Motive aus ihren vorherigen Filmen sind in ihrer Perspektive auf den Emily Brontë-Roman deutlich wiederzufinden. Sexuelle Transgression, die Verkommenheit der Oberschicht und männlich geprägte Gewaltverhältnisse spielen auch in diesem Film wieder eine zentrale Rolle. An vielen Stellen driftet der Film in seinem Setdesign und seinen Kostümen in eine ausgestellte Künstlichkeit ab, die sich in den immer wieder eingespielten Songs von Hyperpop-Künstlerin Charli XCX auch auf der Tonebene wiederspiegelt. Fennells Interpretation des Romans, geprägt durch ihre Leseerfahrung als Teenagerin, fokussiert sich fast gänzlich auf das zerstörerische Begehren zwischen Catherine und Heathcliffe und ist sicherlich auch als Reaktion auf den Dark Romance-Hype angelegt. Nicht nur deswegen sorgt „Wuthering Heights“ jetzt schon für hitzige Debatten unter Cinephilen und scheint momentan der Film der Stunde zu sein.
Disclaimer: Obwohl der Film u. a. wegen Whitewashing in Kritik steht, wollen wir als Filmclub mit der Aufführung eine kritische Auseinandersetzung mit Repräsentation im Kino anstoßen.
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