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FOTO: © © June Ueno

Filmvorführung Intolerance - im Anschluss Florian Höhr im Gespräch mit Regisseur Yoshida Keisuke

Das sagt der/die Veranstalter:in:

空白 Kûhaku

Regie: YOSHIDA Keisuke
2021, 107 Minuten, OmeU, DCP

Das tief bewegende Drama handelt von einem Vater, der nach dem Tod seiner Tochter außer sich gerät und mit seiner Wut das Leben von allen an dem tragischen Ereignis Beteiligten auf den Kopf stellt. Es zeigt in vielschichtiger Weise das Verhalten von Menschen in Extremsituationen und wirft Fragen nach Schuld, Lüge und Vergebung auf.

Ein hitzköpfiger Fischer lebt mit seiner Tochter zusammen, die auf eine Mittelschule geht. Als sie in einem Supermarkt Kosmetika klaut, wird sie vom Filialleiter gefasst, kann aber fliehen und wird dabei tödlich von einem Auto verletzt. Der entsetzte Vater glaubt nicht an den Diebstahl und terrorisiert die Menschen, die bei dem Todesfall involviert waren. Letztendlich wird jeder in die Enge getrieben, der Ladenmanager, die Fahrerin des Autos, aber auch der Vater, der nicht auf seine Tochter aufgepasst hatte.

Regisseur Yoshida Keisuke zu Gast in Köln

Im Anschluss an den Film:
Florian Höhr im Gespräch mit Yoshida Keisuke

Der Regisseur und Drehbuchautor Yoshida Keisuke wurde 1975 in Saitama geboren und hat an der Tokyo Visual Arts studiert. Schon während des Studiums hat er Independent Filme gedreht und war bei Regisseur Tsukamoto Shinya für die Filmbeleuchtung zuständig. 2006 wurde er für Nama natsu (Raw Summer) auf dem Yubari International Fantastic Film Festival ausgezeichnet. 2008 hat er den Roman Junkissa Isobe (Cafe Isobe) veröffentlicht und verfilmt. Weitere Filme: Sankaku (Triangle, 2010), Basha uma san to biggu mausu (The Workhorse & the Bigmouth, 2013), Mugiko san to (My Little Sweet Pea, 2013), Gin no saji (Silver Spoon, 2014), Himeanôru (Himeanole, 2016) sowie Aitoshi no Airîn (I Love Irene, 2018). Es folgten Ken’en (Thicker Than Water, 2018), 2021 Burû (BLUE) und Kûhaku (Intolerance) sowie 2022 die Thriller-Romanze Kami wa mikaeri o motomeru (Good Seeks in Return).

Florian Höhr hat Filmwissenschaft und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Seit 2013 ist er Mitarbeiter des Japanischen Filmfestivals Nippon Connection, dessen Filmprogramm er seit 2019 leitet. Als freier Filmvermittler arbeitet er u.a. für das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main.

Filmwoche
JFF - Japanese Film Festival

In den vergangenen Jahren hat die Japan Foundation Tokyo mehrere Filmfestivals ins Leben gerufen, die sowohl als Streaming-Programme als auch in Form von Präsenz-Vorführungen angeboten wurden. Aufgrund des großen Erfolgs gibt es auch in diesem Jahr eine Neuauflage: das JFF – Japanese Film Festival Special World Tour 2024 präsentiert auf Leinwänden in Deutschland, Mexiko, Peru und Spanien eine Auswahl von sieben neuen japanischen Filmen, die in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. In Deutschland laufen alle Filme im Japanischen Kulturinstitut Köln, eine Auswahl von einzelnen Titeln werden in Hamburg (Kino Metropolis) und Berlin (Japanisch-Deutsches Zentrum) gezeigt.

Yoshida Keisuke, der bei BLUE/Burû (BLUE) sowie Kûhaku (Intolerance) Regie geführt hat, wird anlässlich des Festivals eigens nach Deutschland kommen, bei den Vorführungen anwesend sein und Gespräche mit dem Publikum führen. In Köln findet am 8. März ein Talk mit Florian Höhr von Nippon Connection statt.

Die Filme stellen die weite Bandbreite des aktuellen japanischen Kinos vor, darunter bewegende Dramen, eine romantische Komödie, Mystery, Spannung und Horror. In Köln kommen die Fans nahezu täglich auf ihre Kosten, denn die Vorführungen finden erstmals auch außerhalb der gewohnten Wochentage statt.

Preisinformation:

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

Location

Japanisches Kulturinstitut Köln
Japanisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 98 50674 Köln

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