FOTO: © Franca Pedrazzetti | Wallstein Verlag (Collage: taz)

Reiseziel unbestimmt

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Wohin reisen wir, wenn wir reisen? Was wollen wir von Ferien, stehen sie bevor? Wem gilt unsere Aufmerksamkeit, denken wir an die schönste freie Zeit im Jahr? Und wer kann warum keinen Urlaub machen? Und wie ist es um das globale Verhältnis bestellt, fahren wir in ferne Länder, meist glaubend, unsere Anwesenheit nütze auch den dort Einheimischen?

Valentin Groebner, Historiker an der Universität Luzern und Mittelalterspezialist, hat sich dem Thema Reisen auch geschichtlich intensiv befasst. Er sagt, unser Reiseziel ist immer, paradox formuliert: unsere Wünsche. Das, was im Grunde immer ein bisschen unerfüllt bleiben muss, um nicht innere Leere empfinden zu müssen.

Und er hat eine Erklärung dafür, warum gerade das Meer, der Strand, die fernen Gestade mit Sonnenuntergängen soviel Sehnsucht stiften – und weshalb keine Landschaft früher so gefürchtet war wie die, an der Strände liegen: Das Meer als totbringendes Element.

Im Gespräch:

🐾 Valentin Groebner ist Professor für Geschichte mit Schwerpunkt Mittelalter und Renaissance an der Universität Luzern.

🐾 Jan Feddersen moderiert diesen Talk. Er ist taz-Redakteur für besondere Aufgaben sowie Kurator der taz Talks und des taz lab.

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