Menschen werden ihrer Beziehungen zu nichtmenschlichen Wesen heute nicht zuletzt dadurch gewahr, dass sie deren Abwesenheit registrieren. Das gespenstische Gefühl, dass „da nichts ist, wo etwas sein sollte“ (Mark Fisher), verweist auf einen Verlust, der erst noch als solcher zu begreifen ist. Der Vortrag geht der ökokritischen Sensibilität für die haunted landscapes – für die Zeichen vergangener menschlicher und nichtmenschlicher Lebensformen – nach und diskutiert deren Konsequenzen für eine Politik der Trauer.
Juliane Rebentisch ist Professorin für Philosophie an der HFBK Hamburg. Ihre Schwerpunkte sind ästhetische Theorie – insbesondere mit Blick auf die Gegenwartskunst – sowie Ethik und politische Philosophie.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Kunst, Umwelt, Ökologie“ am ZI statt und wird im Rahmen des Projekts „Klimagipfelkunst. Kunst und politisches Event, 1972–2022“ durch die DFG kofinanziert.
Veranstaltungsort: ZI, Griechensaal, Raum 204–206, 2. OG + online via Zoom
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen und Zugung zu Zoom: https://www.zikg.eu/aktuelles/veranstaltungen/2025/vortrag-juliane-rebentisch-die-gespenstische-praesenz-des-abwesenden-haunted-landscapes-im-anthropozaen