Die in Berlin lebende Fotografin Christine Fenzl porträtierte Jugendliche aus den Berliner Bezirken Hellersdorf, Marzahn, Lichtenberg und Hohenschönhausen, die in der Wendezeit und danach zur Welt kamen. Für deren Eltern die Mauer also eine Selbstverständlichkeit bedeutete, in deren eigener Welt diese jedoch kaum mehr vorstellbar ist. Ihre Serie wirft den Blick auf die Generation der »Wendekinder«. In sensiblen Aufnahmen spürt Fenzl den Geschichten und Erwartungen der Protagonisten nach und bewahrt dabei stets die Perspektive des ungeteilten Interesses an ihren Motiven. Sie zeigt die Menschen nah und unverstellt, im richtigen Licht und in einem vertrauten Moment. Die sich im Wandel befindlichen Orte, in denen insbesondere die Plattenbauarchitektur auf die Vergangenheit schließen lässt, spiegeln dabei auch die Jugend als einen Zustand des Übergangs wider.