In the organizer's words:
Zwillinge – der eine Schwarz gelesen, der andere weiß. Als der eine Bruder den anderen tötet, entfacht die Tat ein vielstimmiges Echo durch die Medien. Eine Drehbuchautorin sieht darin eine Allegorie auf strukturelle Gewalt und beginnt einen Film über die Zwillinge zu schreiben. Doch je tiefer sie in den Fall eintaucht, desto mehr verheddert sie sich in ihrem eigenen Anspruch, aus dem Geschehenen eine Geschichte zu machen und dabei »das große Ganze« offenzulegen.
Die Zwillinge von Lamin Leroy Gibba entfaltet sich wie ein Panoptikum, eine Matrjoschka aus Stimmen, ein Fahrgeschäft, das nie anhält. Das Stück untersucht die fragilen Grenzen zwischen Wahrnehmung und Projektion, zwischen Deutungshoheit und Kontrollverlust. Die Figuren sind gefangen im Flackern von Wahrheit und Fiktion, tasten sich unter Beobachtung stehend auf der Suche nach einem Selbstbild voran, das nicht selten verrutscht.
Nach ihrer Mitarbeit an 1000 Serpentinen Angst kehrt Joana Tischkau als Regisseurin ans Maxim Gorki Theater zurück. Zum ersten Mal führt sie im Studio Я Regie, mit dem Autor Lamin Leroy Gibba selbst in einer der Hauptrollen.
Uraufführung 7/Februar 2026
Foto: Esra Rotthoff
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