Christoph Winklers „Four Non Blondes“ knöpft sich Blondheit vor – nicht als Klischee, sondern mit politischem Blick und persönlicher Note. Vier Performer:innen plus Sängerin vermischen Tanz und digitale Elemente, um das alte Blond-Mythos neu zu erzählen und zu hinterfragen 🙃
Nach der erfolgreicher Uraufführung 2024 und internationalen Gastspielen kehrt Christoph Winklers Performance „Four Non Blondes“ auf die Berliner Bühne zurück. Die Produktion der Tanztheater-Company Christoph Winkler setzt sich mit den vielfältigen Nuancen und Ambivalenzen von Blondheit auseinander und bezieht dabei die Kulturgeschichte und politische Bedeutung blonder Haare mit ein.
Blonde Haare entstanden vor ungefähr 11.000 Jahren als genetische Mutation in Nordeuropa. Nur zwei Prozent der Menschen sind von Natur aus blond. Ein seltenes Phänomen also – und deshalb für manche ein begehrenswertes Attribut: Blondes Haar wird mit Jugend, Attraktivität und Reinheit assoziiert, gleichzeitig ist es Symbol für Weißsein, sozialen Aufstieg, Rebellion und Selbstbestimmung. Über Jahrhunderte verschob sich je nach Zeit und Gesellschaft die Bedeutungszuschreibungen blonder Haare.
„Four Non Blondes“ ist ein choreografisches Konzert, in dem vier nicht-blonde Performer*innen und eine Sängerin ihre persönlichen Erfahrungen, Elemente des digitalen Theaters und politischen Narrative miteinander verbinden, um den Mythos Blondheit neu zu beleuchten.