Friesenklang-Festival: Viatores Quartet, S. Polkötter & A. Vorontsov

In the organizer's words:
Im industriellen Ambiente der alten Weberei stellen klassische Minimal Music und Arrangements von Rock bis Elektro das Spannungsfeld zwischen Menschen und Maschinen dar, welches unsere Gesellschaft bereits seit Jahrhunderten beschäftigt. Seit der Industrialisierung ersetzen Maschinen die Arbeit von Menschen. Heutzutage greift künstliche Intelligenz sogar in viel weitreichendere Bereiche wie Sprache, Kreativität oder Entscheidungsfindung ein.

Philosophisch betrachtet stellt sich dabei die Frage: Was unterscheidet uns eigentlich noch von Maschinen? Gesellschaftlich betrachtet bringt das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine Chancen und Spannungen mit sich. Maschinen erleichtern berufliche Prozesse, steigern Produktivität und ermöglichen medizinische, wissenschaftliche und technologische Fortschritte.

Gleichzeitig entstehen Ängste: Arbeitsplatzverlust, Abhängigkeit von Technologie oder die Macht großer Tech-Unternehmen. Das Ganze gipfelt in der Verwendung von Maschinen gegen den Menschen. Im Kern geht es dabei immer um Kontrolle. Zusätzlich entsteht eine emotionale Ebene: Menschen neigen dazu, Maschinen zu vermenschlichen. Sprachassistenten, Chatbots oder Roboter werden oft wie soziale Gegenüber behandelt, trotz des Wissens, dass sie keine eigenen Gefühle haben. Das zeigt, wie stark heutzutage das menschliche Bedürfnis nach Interaktion ist.

Das Friesenklang Festival versucht, all diese Fragen mit unterschiedlichen Besetzungen, zum Teil mit elektronischer Verstärkung, musikalisch darzustellen. Zusätzlich wird durch die Verbindung unterschiedlicher Genres die allseits bekannte Form des Kammerkonzerts auf eine neue Stufe gesetzt. Zu hören sind Werke und Songs u.a. von Steve Reich, Franz Schubert, Radiohead, Linkin Park und Kraftwerk.

Location

"Weberei" Jugendzentrum Oldenburger Str. 21 26316 Varel

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