Hoplopoiia
In the organizer's words:
Die Lesung "Hoplopoiia" von Jochen Schmidt bringt das Porträt eines modernen Stadtneurotikers auf die Bühne: Richard Sparka. In diesem scharfsinnigen Gesellschaftsbild zeigt Schmidt, wie die Überforderung in einer zunehmend schnellen Welt zu innerem Stillstand führen kann – mit einer Mischung aus tiefgründigem Humor und Nachdenklichkeit.
Sparka erlebt den Wandel seiner Umgebung mit Resignation. Seine Beziehung zu Klara ist beendet, die Kinder wachsen heran, und seine Eltern altern. Die Stadt, die sein Zuhause ist, verändert sich drastisch: Ein Zeitungskiosk musste einem Chipsregal weichen, und ein angesagter Eisladen droht die Mietkosten in die Höhe zu treiben. Vor diesem Hintergrund hinterfragt Sparka, wie andere in solchen Zeiten den Alltag meistern, und ob seine Schwierigkeiten mit seiner DDR-Vergangenheit zusammenhängen. Er sinniert sogar darüber, ob ein Leben als Mathematiker ihn optimistischer stimmen würde.
Jochen Schmidt, der 1970 in Berlin geboren wurde und dort lebt, widmet sich mit "Hoplopoiia" einer feinfühligen und zugleich komischen Betrachtung der modernen Existenz, verflochten mit persönlicher Geschichte. Die Lesung wird von der freien Journalistin Katharina Erlenwein moderiert. Für alle, die an einer klugen und unterhaltsamen Reflexion über das heutige Leben interessiert sind, verspricht dieses Programm einen anregenden Abend.
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