In the organizer's words:
Das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin feiert sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass bringt das ZIFG den Text-Zyklus “Im Schatten der Präsenz” auf die Bühne – ein vielstimmiges, poetisches Projekt über das Unsichtbare, das Störende, das Widerständige. Ein Stück, das Fragen stellt: Wer darf sprechen, wer bleibt im Schatten, und wo entsteht Präsenz gerade dort, wo sie nicht erwartet wird?Acht Stimmen und ein Kontrabass erkunden, wie Erinnerung, Fürsorge und demokratisches Miteinander im Spannungsfeld von Gesetz, Macht und sozialer Norm erfahrbar werden. Die Geschichten handeln von Entrechtung, Abweichung und Überleben. Sie erzählen vom Schatten der Verwaltung, von der Würde des Menschen, von Fürsorge als Widerstand und von Zärtlichkeit als politischer Praxis – immer dort, wo Präsenz sich nur in den Zwischenräumen zeigt.Das Projekt ist keine lineare Erzählung. Es ist ein Resonanzraum: ein Chor der Ungewählten, eine Musik der Unterbrechung, eine Einladung zuzuhören, auch in den Zwischenräumen, im Verborgenen. Wo Sprache bricht, wird Präsenz spürbar; wo Sichtbares fehlt, wirkt Widerstand.Die Texte basieren auf Sabine_ Harks Buch “Gemeinschaft der Ungewählten. Umrisse eines politischen Ethos der Kohabitation” (2021). Sie übersetzen Theorie in ästhetische, musikalische und performative Formen. “Im Schatten der Präsenz” macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt, und gibt Stimme denen, die gehört werden müssen.
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