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IMARHAN
In the organizer's words:
Aus dem Herzen von Tamanrasset im Süden Algeriens heraus transzendieren Imarhan die Tuareg-Tradition, indem sie hypnotische Synthesizer mit Wüstenblues verweben. Das Ergebnis ist ein zeitloses Werk – tief verwurzelt im Respekt vor ihren Ursprüngen und zugleich lebendig durch einen bewegenden Sinn für Modernität.
ESSAM ist das vierte Album der Band, aufgenommen mit derselben Kernbesetzung, markiert jedoch einen bedeutenden Wandel in Klang und Herangehensweise. Musikalisch stellt es eine Abkehr vom rockigen, bluesigen, psychedelischen, gitarrengetriebenen Tuareg-Sound dar, der vom Erbe Tinariwens beeinflusst ist – hin zu etwas Offenerem, Modernerem und Experimentellerem.
Zum ersten Mal übernahm ihr langjähriger Tontechniker Maxime Kosinetz die Rolle des Produzenten. Er reiste zusammen mit Emile Papandreou (vom französischen Duo UTO) nach Tamanrasset – einem Multiinstrumentalisten, der elektronische Elemente einbrachte, indem er Live-Instrumente sampelte und sie in Echtzeit neu bearbeitete.
Ihre Idole sind Tinariwen, Blaupause aller Tuaregbands. Auf der algerischen Seite der Sahara erneuern sie den Wüstenblues raffiniert mit rockigerem Sound und der Öffnung hin zu anderen Stilen.
Kopf von Imarhan ist Sadam Abderahmane, Cousin des Tinariwen-Bassisten Eyadou Ag Leche. Er gründet das Kollektiv 2005, das zunächst auf örtlichen Festlichkeiten auftritt. Von ihren vielen musikalischen Brüdern unterscheiden sie sich durch eine straightere Rhythmusgestaltung, eine funkige Knackigkeit der E-Gitarre und das bewusste Zulassen sehr sparsamer, Indierock-verwandter Momente mit meditativen oder regelrecht souligen Gesangspassagen.
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