Der Auftrag- und Beinamensgeber von Beethovens drei Rasumowsky-Quartetten op. 59 von 1806 hieß Andrei Kirillowitsch Rasumowsky und war natürlich Russe – ein hochadliger Diplomat, vernetzt und versiert auf dem Weltparkett der Epoche sowie wichtiger Förderer des Komponisten. Unser Konzerthaus Quartett kombiniert hier das erste Rasumowsky-Quartett mit dem ersten Streichquartett von Karl Weigl (1881-1949) aus dem Jahr 1905/06. Auf dessen Karriere eines vielversprechenden Jungkomponisten bildungsbürgerlich-jüdischer Herkunft im Wien Mahlers und Schönbergs zum von renommierten Ensembles gespielten Kompositions-Professor folgte ab 1938 eine bittere Zeit als zeitweise mittelloser Emigrant in den USA. Vergessen ist sein kompositorisches Schaffen jedoch glücklicherweise heute nicht mehr.