Die verschlungenen Wege des Alltags sind nicht für alle gleich. Rassismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung üben in unterschiedlicher Weise Gewalt auf davon betroffene Menschen aus. Der in Berlin lebende Choreograf und Tänzer Ricardo de Paula und die Kompanie Grupo Oito gehen den Spuren dieser Gewalt nach, suchen tänzerisch Wege durch das soziale Labyrinth und mithilfe von Fantasie und Spiritualität nach Ritualen der Heilung. Ausgehend vom eigenen Körper und postkolonialen Theorien untersuchen sie transformative Potenziale, um neue Sichtweisen und Zugänge zur eigenen Kraft und Stärke aufzuzeigen. Das Publikum folgt dieser Idee durch einen Raum, in dem Bühne und Zuschauer*innenraum ineinander übergehen und in dem sich eine fantastische Welt mit unzähligen Möglichkeiten, Visionen und Unterstützung öffnet.