Nora oder Ein Puppenheim
In the organizer's words:
Das Stück "Nora oder Ein Puppenheim" bietet als Theaterdrama einen Blick hinter die Fassade einer scheinbar perfekten Familie. Nora Helmer lebt seit acht Jahren mit dem älteren Torvald, gemeinsam ziehen sie drei Kinder groß und führen ein bürgerliches Leben, das auf Sicherheit und Anstand beruht.
Doch unter der idyllischen Oberfläche offenbaren sich Konflikte: Torvald spricht liebevoll, aber auch herablassend mit Spitznamen wie "Eichhörnchen" und fordert von Nora Sparsamkeit. Unbemerkt von ihm managt Nora heimlich die Finanzen und hat einen Kredit aufgenommen, um Torvalds dringend benötigte Kur im Süden zu ermöglichen — eine Schuld, die sie heimlich abbezahlt.
Die Spannung steigt, als Nils Krogstad, der ebenfalls bei der Bank arbeitet, von Torvald entlassen werden soll und droht, Noras Geheimnis zu offenbaren. So gerät Nora in einen Zwiespalt zwischen Angst, Verantwortung und der ihr zugewiesenen Rolle, die sie nicht länger akzeptieren will.
Seit der deutschen Erstaufführung 1880 in Hamburg war das Stück um Nora kontrovers und wurde anfangs entschärft. Heute regt es dazu an, über Themen wie Gleichberechtigung, Abhängigkeit, Care-Arbeit und weibliche Selbstbestimmung nachzudenken und die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu reflektieren.
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