Sommergäste
In the organizer's words:
Ein lauer Sommerabend im spätzarenzeitlichen Russland: Rechtsanwalt Sergej Bassow und seine Frau Warwara Michajlowna laden zu einem zwanglosen Treffen in ihrer Datscha ein. Unter ihren Gästen aus der Intelligenzija, der gebildeten Mittel- und Oberschicht, entfalten sich lebhafte Gespräche, Musik und Gelächter unter freiem Himmel.
Doch hinter der entspannten Stimmung liegt eine unterschwellige Spannung: Die gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit werfen Fragen auf, und die Sommergäste beginnen, an ihren Lebensentscheidungen und verpassten Chancen zu zweifeln. Angesichts des Niedergangs des Zarismus stellt sich immer wieder die Gretchenfrage, wie man sich in Zeiten sozialen Umbruchs verhalten soll – ob man sich einer Revolution anschließen oder das Verharren im eigenen Wohlstand vorziehen sollte.
Maxim Gorkis 1904 in St. Petersburg uraufgeführtes Stück „Sommergäste“ spiegelt die Verhältnisse jener Ära wider und bietet zugleich eine kritische Gesellschaftsanalyse, die bis heute relevant ist. Kristof Magnusson und Gunnar Klack bringen das Drama mit einer modernen Übersetzung ins Hier und Jetzt, entstauben den Klassiker und hinterfragen, ob die innere Zerrissenheit dieser gesellschaftlichen Schicht auch heute noch existiert.
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