In the organizer's words:
auf deutsch
>>DE
Ein ortsspezifisches Walk-Performance (Site-Specific Audio Walk) Startpunkt: Ballhaus Prinzenallee, Wedding Veranstaltungssprache: Deutsch
Das Gehen in Istanbul ist eine Choreografie; ein gefährlicher Tanz, bei dem man bei jedem Schritt auf der Hut ist, alles tut, um unsichtbar zu bleiben, und doch jeden Moment gegen eine Barrikade stößt. Das Gehen in Berlin hingegen ist ein Komfort; ein steriler Raum, in dem dich niemand ansieht, in dem die Freiheit steuerlich bezahlt und als selbstverständlich hingenommen wird. Was aber passiert, wenn diese zwei Städte in einem einzigen Körper aufeinanderprallen?
Zwei Städte, Ein Körper ist eine ortsspezifische (site-specific) Walk-Performance, die das Publikum aus dem Ballhaus Prinzenallee im Herzen von Wedding entführt und durch die aus den Kopfhörern dringenden Stimmen direkt in die unheimlichen, warmen und widerständigen Straßen von Istanbuls Taksim katapultiert.
Dieser Walk blickt aus den Augen eines Migranten, der mit einer Fiktionsbescheinigung in den Clubschlangen wartet, von innen heraus und voller Wut auf den von Berlin versprochenen, „coolen“ und vorgefertigten queeren Komfort. Es ist die Geschichte derer, die ihre Geografie im Koffer mit sich tragen, die in dieser glänzenden rosa Blase keine Luft bekommen und die an dem Ort, an dem sie ihre Freiheit fanden, vor Einsamkeit frieren.
Walking in Istanbul is a choreography; a dangerous dance in which you are on your guard with every step, do everything to remain invisible, and yet collide with a barricade at every moment. Walking in Berlin, by contrast, is a comfort; a sterile space in which no one looks at you, in which freedom is paid for through taxes and taken for granted. But what happens when these two cities collide within a single body?
Two Cities, One Body is a site-specific walk performance that carries the audience away from Ballhaus Prinzenallee in the heart of Wedding and, through the voices coming from the headphones, catapults them directly into the uncanny, warm, and defiant streets of Istanbul’s Taksim.
This walk looks from within, and full of anger, through the eyes of a migrant who waits in the club lines with a Fiktionsbescheinigung, at the “cool” and prefabricated queer comfort promised by Berlin. It is the story of those who carry their geography with them in a suitcase, who cannot breathe in this glossy pink bubble, and who freeze with loneliness in the very place where they found their freedom.
Von:
Egemen Kalyon
Text / Konzept / Regie: Egemen Kalyon
Dramaturgie: Nesrin Karadağ
Sounddesign: Yiğit Tanel Kaçkaya
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Ein ortsspezifisches Walk-Performance (Site-Specific Audio Walk) Startpunkt: Ballhaus Prinzenallee, Wedding Veranstaltungssprache: Deutsch
Das Gehen in Istanbul ist eine Choreografie; ein gefährlicher Tanz, bei dem man bei jedem Schritt auf der Hut ist, alles tut, um unsichtbar zu bleiben, und doch jeden Moment gegen eine Barrikade stößt. Das Gehen in Berlin hingegen ist ein Komfort; ein steriler Raum, in dem dich niemand ansieht, in dem die Freiheit steuerlich bezahlt und als selbstverständlich hingenommen wird. Was aber passiert, wenn diese zwei Städte in einem einzigen Körper aufeinanderprallen?
Zwei Städte, Ein Körper ist eine ortsspezifische (site-specific) Walk-Performance, die das Publikum aus dem Ballhaus Prinzenallee im Herzen von Wedding entführt und durch die aus den Kopfhörern dringenden Stimmen direkt in die unheimlichen, warmen und widerständigen Straßen von Istanbuls Taksim katapultiert.
Dieser Walk blickt aus den Augen eines Migranten, der mit einer Fiktionsbescheinigung in den Clubschlangen wartet, von innen heraus und voller Wut auf den von Berlin versprochenen, „coolen“ und vorgefertigten queeren Komfort. Es ist die Geschichte derer, die ihre Geografie im Koffer mit sich tragen, die in dieser glänzenden rosa Blase keine Luft bekommen und die an dem Ort, an dem sie ihre Freiheit fanden, vor Einsamkeit frieren.
Walking in Istanbul is a choreography; a dangerous dance in which you are on your guard with every step, do everything to remain invisible, and yet collide with a barricade at every moment. Walking in Berlin, by contrast, is a comfort; a sterile space in which no one looks at you, in which freedom is paid for through taxes and taken for granted. But what happens when these two cities collide within a single body?
Two Cities, One Body is a site-specific walk performance that carries the audience away from Ballhaus Prinzenallee in the heart of Wedding and, through the voices coming from the headphones, catapults them directly into the uncanny, warm, and defiant streets of Istanbul’s Taksim.
This walk looks from within, and full of anger, through the eyes of a migrant who waits in the club lines with a Fiktionsbescheinigung, at the “cool” and prefabricated queer comfort promised by Berlin. It is the story of those who carry their geography with them in a suitcase, who cannot breathe in this glossy pink bubble, and who freeze with loneliness in the very place where they found their freedom.
Von:
Egemen Kalyon
Text / Konzept / Regie: Egemen Kalyon
Dramaturgie: Nesrin Karadağ
Sounddesign: Yiğit Tanel Kaçkaya
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