2. Sinfoniekonzert

PHOTO: © Foto: David Ausserhofer

2. Sinfoniekonzert

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In the organizer's words:

Werke von Peter Tschaikowsky und Dmitri Schostakowitsch

Wenn Menschen ihre Persönlichkeit nicht frei entfalten dürfen, Emp³ndungen verbergen und sich ständig anpassen und verstellen müssen, hinterlässt das Spuren. Peter Tschaikowsky und Dmitri Schostakowitsch kannten diese psychische Belastung — jeder auf seine Weise. Der eine konnte seine Homosexualität im zaristischen Russland nicht offen leben, der andere stand unter dem Druck der sowjetischen Diktatur und ihrer Kulturpolitik. Die Werke im 2.¤Sinfoniekonzert entstanden in Momenten des Umbruchs, des Rückzugs und Innehaltens. Aus ihnen sprechen Hoffnung und Sehnsucht, aber auch Angst, Zerrissenheit und der Wunsch nach Freiheit.

Nach dem Scheitern seiner Ehe und einer schweren Depression µoh Tschaikowsky aus Russland an den Genfersee. Dort fand er Ruhe und Abstand. Unterstützt von Iosif Kotek schrieb er das Violinkonzert, geprägt vom neuen Lebensmut, den Tschaikowsky schöpfte.

Schostakowitsch komponierte seine Zehnte Sinfonie kurz nach dem Tod Josef Stalins 1953. Das Werk wird oft als Abrechnung mit dem Diktator und dessen Terrorherrschaft gedeutet, aber auch als persönliches Zeugnis eines Künstlers, der, um zu überleben, zwischen Anpassung und Widerstand gefangen war.

Location

Musik- und Kongresshalle Lübeck
Musik- und Kongresshalle Lübeck Willy-Brandt-Allee 10 23554 Lübeck