Der neurotische New Yorker Komiker Alvy Singer blickt zurück auf seine gescheiterte Beziehung mit der lebensfrohen Annie Hall. In nicht-chronologischer Form schildert Alvy das Kennenlernen, die glücklichen Momente und die zunehmenden Spannungen ihrer Beziehung. Während Alvy von Selbstzweifeln, Eifersucht und intellektuellen Grübeleien geprägt ist, entwickelt sich Annie zunehmend weiter – persönlich wie beruflich.
Statt einer klassischen romantischen Komödie präsentiert der Film eine intelligente, selbstreflexive Auseinandersetzung mit Liebe, Identität und Großstadtneurosen. Die innovative Erzählweise durchbricht immer wieder traditionelle Filmkonventionen, indem sich Realität, Erinnerung und Fantasie vermischen. Mittels des direkten Blicks in die Kamera, gedanklicher Einschübe und formaler Experimente wirkt der Film, auch heute fast 50 Jahre später, noch immer modern. Die Figuren wirken glaubwürdig und sind vielschichtig dargestellt, wodurch die Geschichte trotz ihrer Leichtigkeit emotional berührt. Besonders die Darstellung von Diane Keaton prägte das Bild der modernen, unabhängigen Frau im US-amerikanischen Kino nachhaltig.
Einführung am 5.5.: Boris Podolšak
(Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums)
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Preisrange: 4-7 Euro Zusätzliche Preisinformation: Eintrittspreise 7 Euro · ermäßigt 5 Euro · mit Black-Box-Pass 4 Euro · Kartenreservierung Tel 0211 - 8992232