In the organizer's words:
Dengbêj in the Disco verbindet traditionellen kurdischen Gesang mit der Geschichte einer Sängerin, die im Exil lebt.
„Deng“ bedeutet „Klang“ und „bêj“ bedeutet „erzählen“ auf Kurdisch. Aber wie erzählt man eine Geschichte, wenn die eigene Stimme in einer anderen Sprache gefangen ist?
Die Sängerin Hêja Netirk und die Schauspielerin Sarina Panahideh stehen zu zweit auf der Bühne, zeigen was passieren würde, wenn eine Frau eine professionelle Dengbêj werden würde – eine Rolle, die ausschließlich Männern vorbehalten ist.
Die Performance hat zwei Ebenen: Wenn sich die Protagonistin in Kurdistan befindet, wird die Geschichte durch traditionelle kurdische Liedererzählt.
Wenn die Protagonistin in Deutschland landet, liegt der Fokus auf Hêjas persönlichen Erfahrungen.
Publikumreaktion
„Als ich die Szene mit dem Asylantrag sah, fühlte ich mich zurückversetzt in die Zeit vor 20 Jahren, als ich in Lübeck war. Es war, als säße ich selbst auf dem Stuhl und würde die Fragen hören. Aber du hast die Fragen, die mir damals gestellt wurden, besser erinnert als ich selbst.“