Dass Frauen nur mit Kindern vollwertig sind, ist ein noch immer verbreitetes globales Dogma. Doch während weiße Akademikerinnen dazu gedrängt werden, sich fortzupflanzen, wird armen oder Schwarzen Frauen das Muttersein oft verwehrt.
Reproduktive Rechte, das bedeutet: Menschen dürfen selbst und ohne Druck oder Zwang darüber entscheiden, ob, wann, mit wem und wie viele Kinder sie bekommen. Aber was auf dem Papier verbriefte Menschenrechte sind, ist leider noch lange nicht Realität. Weibliche ebenso wie queere Körper sind auch heute noch fremdbestimmt und staatlicher, patriarchaler Kontrolle ausgesetzt.
Das liegt auch daran, dass Kirche und Staat über die Jahrhunderte ihre Vorstellung von Bevölkerungspolitik durchgesetzt haben – und dass vor allem rechte und fundamentalistische Regierungen über den Zugriff auf Frauenkörper Politik machen. Doch auch in Ländern wie Deutschland können Menschen, die schwanger werden können, noch lange nicht selbst über ihren Körper zu entscheiden.
Die Autorinnen des Buches „Selbstbestimmt“ zeigen, wie eng reproduktive Rechte mit dem Zustand der Demokratie in einem Land zusammenhängen – und wie gefährdet diese Rechte auch heute noch sind. Das Buch von Dinah Riese, Gesine Agena und Patricia Hecht ist ab dem 17. März im Wagenbach Verlag erhältlich.
Gesine Agena, Politikwissenschaftlerin, arbeitet in der Amadeu Antonio Stiftung. Bis 2019 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen.
Patricia Hecht ist taz-Redakteurin für Geschlechterpolitik. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Antifeminismus und reproduktive Rechte im inner- und außerparlamentarischen Spektrum.
Dinah Riese ist taz-Redakteurin für Migration und Einwanderungsgesellschaft. Für ihre Recherchen zum Abtreibungsparagrafen 219a wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
Moderiert wird der taz Talk von Katrin Gottschalk. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin der taz sowie Leiterin der digitalen Produktentwicklung.
Wichtige Buchungshinweise:
Die Veranstaltung findet in der taz Kantine statt und wird zusätzlich live auf YouTube gestreamt. Aufgrund der bestehenden Hygieneregeln sind die Plätze in der Kantine beschränkt. Wir bitten Sie um eine Anmeldung über buchung@taz.de mit Namen und Anzahl der gewünschten Tickets sowie im Betreff die Angabe „Selbstbestimmt“. Die Teilnahme ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Darüber hinaus legen Sie bitte am Einlass die folgenden Nachweise vor: Einen Nachweis über eine vollständige Impfung gegen Corona oder einen Genesenennachweis (nicht älter als 90 Tage) und zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Schnelltestnachweis (2G+). Geboosterte Personen müssen keinen zusätzlichen Test vorlegen. Die Daten dieser Nachweise werden zudem mit Ihrem gültigen Ausweisdokument abgeglichen. Darüber hinaus ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht.