In the organizer's words:
IN MY SKIN, das Langfilmdebüt von Marina de Van, ist ein ruhiges, zutiefst persönliches Horrordrama, das sich intensiv mit dem Körper und seiner Wahrnehmung auseinandersetzt.
Die Geschichte folgt einer jungen Büroangestellten, deren monotoner Alltag nach einer Party ins Wanken gerät. Eine Wunde an ihrem Körper zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich – nicht aus Angst, sondern aus einer fast besessenen Faszination für die Veränderungen ihres eigenen Fleisches. Statt die Verletzung heilen zu lassen, beginnt sie, sich selbst weitere Wunden zuzufügen und taucht dabei immer tiefer in eine intime, zerbrechliche Beziehung zu ihrem Körper ein, die auch ihr Umfeld verunsichert.
Marina de Van, die neben Regie auch das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle übernimmt, erzählt auf eindringliche Weise von einem dissoziativen Umgang mit dem eigenen Körper. Dabei geht es ihr nicht um eine Metapher, sondern um den authentischen Prozess einer Frau, die ihren Körper als fremd erlebt und über Selbstverletzung versucht, sich selbst ganz zu spüren. Trotz des häufigen Bezuges zum Body Horror hebt sich der Film mit seinem spezifischen, sehr persönlichen Thema davon ab.
De Vans Ansatz war dabei auch therapeutisch: Die Verfilmung ihrer Erfahrungen sollte das tatsächliche Selbstverletzen beenden, indem die Handlung in einen künstlerischen Kontext überführt wurde. IN MY SKIN bietet damit nicht nur einen einzigartigen Einblick in die innere Zerrissenheit der Protagonistin, sondern kann auch als inspirierendes Beispiel für Filmemacher:innen gelten, die eigene Geschichten auf kreative Weise verarbeiten möchten.
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