PHOTO: © Thomas Dashuber
JCOM x Doron Rabinovici: Die Gegenwart der Vergangenheit
In the organizer's words:
Auch in der Spielzeit 2026/27 setzen wir die gemeinsame Arbeit mit dem Jewish Chamber Orchestra Munich (JCOM) als „Orchestra in Residence“ fort und eröffnen mit einem bewegenden Abend aus Literatur und Musik: Der Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici schreibt eigens für „MK: 100“ ein Minidrama. Erzählt von vier Schauspieler*innen des Ensembles, erinnert es an die verfolgten und ermordeten Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Münchner Kammerspiele, die Anfang des 20. Jahrhunderts maßgeblich die Theater- und Kunstszene prägten. Im zweiten Teil des Abends macht das JCOM gemeinsam mit der israelischen Sopranistin Chen Reiss die Blütezeit jüdischer Musik in Wien hörbar. Denn ab der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte sich in Wien eine bemerkenswerte jüdische Kunst- und Kulturszene entfalten, wie es in kaum einer anderen Stadt Europas der Fall war. Jüdische Künstler*innen, Musiker*innen und Intellektuelle fanden hier einen fruchtbaren Boden für ihre Kreativität.
Zwischen Walzertradition, Liedkunst und spätromantischer Klangsprache entfaltet sich rund um Gustav Mahler ein vielschichtiges Panorama der Wiener Moderne mit Werken von Alexander Zemlinsky, Erich Wolfgang Korngold, Josefine Winter und Alfred Grünfeld.
Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren und heute in Wien lebend, ist eine der bedeutendsten intellektuellen Stimmen im deutschsprachigen Raum. Seine vielfach ausgezeichneten Werke kreisen um Erinnerung, Geschichte und gesellschaftliche Verantwortung.
Zwischen Rabinovicis kluger, präziser Sprache und der musikalischen Feinfühligkeit des JCOM entsteht ein Abend, der Vergangenheit nicht nur erinnert, sondern lebendig werden lässt – als gemeinsames Nachdenken über Kunst, Erinnerung und die Fragilität von Freiheit.
Price information:
Ab 18 €
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