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Lyrik-Empfehlungen 2023 Sibylla Vričić Hausmann, Ágnes Nemes Nagy, Maria Stepanova

Lyrik-Empfehlungen 2023 Sibylla Vričić Hausmann, Ágnes Nemes Nagy, Maria Stepanova

In the organizer's words:

Jedes Jahr sprechen zehn Lyrikexpert:innen Empfehlungen für zehn deutschsprachige und zehn ins Deutsche übersetzte Gedichtbände aus. Im Haus für Poesie stellen wir an diesem Abend drei der in diesem Jahr empfohlenen Bände vor: „ich wurde einmal geboren. doch ich war meinen Müttern / nicht schön genug für die Liebe“. In Sibylla Vričić Hausmanns meine faust (kookbooks 2022), empfohlen von Marie Luise Knott, begegnen uns verschiedene lyrische Ichs in schillernden Rollen: Wie sind das eigene Kind- und Muttersein miteinander zu vereinbaren, wie sich positionieren in einer Linie von Müttern, Urmüttern und literarischen Ziehmüttern? Der Band Mein Hirn: ein See der 1991 verstorbenen großen ungarischen Dichterin Ágnes Nemes Nagy (roughbooks 2022, übersetzt von Christian Filips und Orsolya Kalász), empfohlen von Nico Bleutge, nimmt die Umweltkrise unseres Jahrhunderts vorweg. Das Subjekt ist hier Resonanzkörper der Welt und Teil eines allumfassenden Organismus: „Nichts hilft, und dennoch schauen, schauen / Schauen, sagte sie, weißt du / wie eine Narbe am Baum.“ Maria Stepanovas Mädchen ohne Kleider (Suhrkamp Verlag 2022, übersetzt von Olga Radetzkaja), empfohlen von Ronya Othmann, setzt sich in drei Zyklen mit der Kolonisierung des weiblichen Körpers und dem pornografischen, dominierenden Blick auf Frauen und Mädchen auseinander: „Immer ist da etwas, das sagt: zieh dich aus / Und zeig her, nimm das ab, leg es weg, leg dich hin“.


In Lesung und Gespräch: Sibylla Vričić Hausmann & Marie Luise Knott |
Christian Filips & Orsolya Kalász | Maria Stepanova & Olga Radetzkaja

Location

Haus für Poesie Knaackstr. 97 10435 Berlin

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