Philippinen, 2013, 70 min.
Anschließend Ostermesse mit Khavn und Gemeinde
Diese Reise-Shockumentary-Vampir-Fiktion könnte durchaus eine getarnte Ode an die Mondo-Filme von Jacopetti sein, aber bei Khavn weiß man nie so recht. Unser Reiseführer ist Kristo Vampiro, der in einem Voiceover zugibt, dass er bereit ist, sehr weit zu gehen, um seinen Blutdurst zu stillen. Die durchweg blutroten Bilder zeigen die ständige Selbstkasteiung von Menschen auf der Straße, daneben Hahnenkämpfe und gespielte Kreuzigungen, untermalt von Mundharmonika-Musik.
Nach Angaben von Khavn entstand der Film während einer viertägigen Reise durch den philippinischen Archipel, die er mit einem italienischen Freund unternahm. Sie machten Halt im Ringside-Bordell und in der Folk-&-Roll-Bar Hobbit House, wo alle Kellner Zwerge sind. Sie besuchten auch mehrere Hahnenkämpfe, die die Verlierer zwar ein Wocheneinkommen kosteten, sie aber auch glauben ließen, dass ein einziger Gewinn sie retten könnte. Khavn filmte auch den Friedhof, „vielleicht die einzige echte Utopie in Südostasien“.
Regie: Khavn
Mit: Dante Perez als Kristo Vampiro