In the organizer's words:
Mit It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon ist die in Brüssel lebende Künstlerin Moya Michael erstmals in Berlin zu Gast. In einer raumgreifenden Arbeit zwischen Video, Choreografie und musikalischer Komposition wendet sie sich den Begegnungen zu, die sie mit !Amace, Be und deren Ju/’Hoansi und !Kung-Familien gemacht hat.
In den vom Klimawandel und Trockenheit massiv betroffenen Wüstengebieten Namibias und Südafrikas haben diese indigenen San-Communities durch das Betreiben eines „Living Museum“ am ökonomischen System Teil, während sie einen Lebensstil außerhalb der Arbeits- und Wohnungsmärkte aufrechterhalten. Westliche Tourist*innen bezahlen einen festgelegten Preis, um sie bei ihren alltäglichen Arbeiten und Praktiken des Überlebens zu beobachten und zu begleiten: Jagen, Handwerk, Feuer machen, Essen zubereiten und Beisammensein.
Moya Michael, die im südafrikanischen Apartheid-System aufgewachsen und durch Abstammung mit den Khoi und San verwandt ist, begegnet der Gemeinschaft zugleich als Außenstehende und entwickelt dabei eine vielschichtige, facettenreiche Auseinandersetzung mit Identität und der Pluralität des Selbst. In einer nicht-linearen Erzählung stellt sie Fragen nach dem kulturellen und ökonomischen „Wert“ eines selbstbestimmten Lebens in einer Welt, die von kolonialen und kapitalistischen Machtverhältnissen durchzogen ist.
INFORMATIONEN ZUR BARRIEREFREIHEIThttps://sophiensaele.com/de/stueck/its-like-a-finger-pointing-a-way-to-the-moon#informationen-zur-barrierefreiheit-2608