In the organizer's words:
In einer Gesellschaft im Umbruch, geprägt von Demonstrationen und Überwachung, steht Heinrich Heinz Bolingbroke als autoritärer Herrscher vor der Frage seiner Nachfolge. Sein Kandidat ist der hitzköpfige Henry Percy, gefördert von dessen Vater, Bolingbroke selbst und den Regierungsmitgliedern Hirn und Mundwerk.
Ganz unten im sozialen Gefüge trifft man den Beständigen John Falstaff, der im Club von Frau Flott sein Leben mit Alkohol zu ertragen sucht. Dort begegnet er Harri, dem abgestürzten Sohn des Herrschers, um den sich Falstaff kümmert. Doch Vertrauen zerbricht, als Harri ihn hintergeht und sich schließlich auf einen Machtkampf mit Henry Percy einlässt. Die Verlockungen der Macht verwandeln Harri und entfalten eine zerstörerische Dynamik.
Der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer führt die Figur Falstaff, bekannt als schräger Außenseiter aus Shakespeares Werken, in ein dystopisches Setting. Nach der HAMLET-Inszenierung taucht Karin Henkel erneut in eine Shakespeare’sche Welt ein, diesmal mit Anklängen an HEINRICH IV., und stellt gemeinsam mit dem Autor die Frage, warum gesellschaftliche Zustände sich kaum verbessern.
Regie führt Karin Henkel, Bühne gestaltet Thilo Reuther, die Kostüme entwirft Teresa Vergho. Matthias Gröl komponiert die Musik, Sabine Molenaar zeichnet für Choreographie und Körpersprache verantwortlich. Für Licht und Video sorgen Michael Hofer und Andrea Gabriel. Die Dramaturgie übernehmen Rita Thiele und Jeroen Versteele.
In der Besetzung spielen Birgit Minichmayr John Falstaff und Kate, Maria Happel übernimmt den Quasi-König Heinrich sowie Frau Flott, Tristan Witzel ist Harri, Bibiana Beglau verkörpert Hirn und Henry Percy, Tim Werths Mundwerk und Ed, Oliver Ngele den Vorsitz sowie einen Puppe im Club.