Auch wenn wir die Platten letzlich kaufen müssen: Jede Veröffentlichung des feinen Münchner Labels für genreoffenen Jazz ist ein Geschenk. Zwischen Welteneröffnung und Formschönheit changiert die Musik. Und auch weil sie jedes Mal in kleine Meisterwerke des Designs gehüllt wird, lässt sie uns das Streamen, Shufflen und Playlisten runterdudeln für ganze Albumlängen vergessen. Und gute Alben machen Lust auf gute Konzerte, das weiß jede*r. Davon gibt es heute zwei:
Schon der britische Guardian hat erkannt: Enji Erkhembayars Musik bezieht ihre Schönheit aus ihrem breit gefächerten Ansatz. Und der hat sich sowohl aus ihrer Biographie als auch aus ihrer Neugier geformt. Die Sängerin mongolischer Herkunft lebt in München und verbindet subtilen Vocal Jazz mit Folk und Poesie. Und Urtiin duu, einer traditionellen Musik aus den weiten Landschaften Zentralasiens. Enjis Stimme hält die Zeit an. Sie bleibt dabei gleichsam anmutig und warm, selbstbewusst und zurückhaltend. Innerhalb weniger Jahre macht sie dieses Ausnahmetalent — und die Tatsache, dass sie so einzigartig ist — zum Stammgast auf den Jazzbühnen weltweit.
Den Abend eröffnet ein neuer Act auf Squama: Das Duo types. Deren Musik klingt wie ein Dialog zwischen zwei Sonnensystemen. Stoisch erkundet Martin Brugger, laut Selbstbeschreibung „an Bass und Tasten und Zeug“, Konrad Wehrmeisters in Dub gehüllte Klanglandschaften. Mit größter Geduld erzählen die beiden Musiker einander, voneinander. Und wahren dabei zu jedem Zeitpunkt die Symetrie. Entsprechend tiefgründig wirkt hier ein Sound, der den Lärm des Alltags vergehen lässt.
Price information:
25 €, für alle U30 10 €
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