"Was tun?" – diese Frage geht uns nicht nur gerade wohl immer wieder durch den Kopf geht. Michael Kranz wird durch einen Film auf ein junges Mädchen aufmerksam, die in Bangladesh zur Sexarbeit gezwungen wird. Der Regisseur macht sich auf den Weg, sie ausfindig zu machen – und offenbart dabei, wie leicht und schwer das Helfen sein kann. Der Film ist an der Hochschule für Fernsehen und FIlm in München entstanden!
Ein 15 jähriges Mädchen in einem roten Sari sitzt auf einem schäbigen Bett. Sie hält inne, sucht nach Worten, zögernd unterbricht sie das Interview: "Gibt es keinen anderen Weg für uns Frauen als den des Leides? Gibt es überhaupt einen Weg? Wer kann mir diese Fragen beantworten?" Diese Szene aus Glawoggers Film 'Whore's Glory' wirkt lange in dem Dokumentarfilmstudenten Michael Kranz nach. Wie umgehen mit all den Bildern und Geschichten, die täglich auf uns einströmen? Abschalten? Abstumpfen? Handeln? Aber wie? Nachdem die theoretische Auseinandersetzung diese Fragen für ihn nicht beantwortet, entschließt sich Kranz, seinem ersten Impuls nachzugehen und sei es auch naiv: Mit dem Filmausschnitt als einzige Spur fliegt er nach Bangladesch und macht sich auf die Suche nach dem Mädchen, das die Fragen stellte.