PHOTO: © Foto: Lukas Beck
1. Sinfoniekonzert
In the organizer's words:
Arien und Sinfonien von Franz Schubert
Die neue Saison beginnt mit einer »Schubertiade «, die ein Schlaglicht auf die wohl am wenigsten bekannte Werkgruppe des Komponisten wirft: seine Bühnenstücke. Der Star-Tenor Michael Schade, der 2014 bei den Salzburger Festspielen mit der Titelpartie in Schuberts Oper »Fierrabras« begeisterte, präsentiert daraus die dramatische Arie »Was quälst du mich, o Missgeschick«, sowie je ein Gesangsstück aus der Schauspielmusik zu Goethes »Claudine von Villa Bella« und den unvollendet gebliebenen musiktheatralischen Werken »Adrast« und »Lazarus«.
In seiner Fünften Sinfonie, die der 19-jährige Schubert 1816 komponierte, orientiert er sich noch spürbar an Mozart, doch lassen Ansätze zu romantischer Entgrenzung in Melodik und Harmonik bereits seinen Aufbruch in neue Welten erahnen. Vollends gelingt ihm dieser mit seinen Sinfonien der 1820er Jahre. Die »Unvollendete« ist wie kaum ein anderes Werk von der Aura des Rätselhaften umgeben. Obwohl aus nur zwei Sätzen bestehend, ist ihre Spieldauer nicht kürzer als alle viersätzigen Jugendsinfonien. Auf die ausgedehnten Längen in vielen von Schuberts späten Werken angesprochen, erwiderte Igor Strawinsky einmal: »Was tut’s, wenn ich mich beim Erwachen im Paradies wähne?«
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