PHOTO: © Symbolbild Unsplash / Stefano Stacchini

Don Carlo

In the organizer's words:
Die Oper Don Carlo erzählt die ergreifende Geschichte des spanischen Thronfolgers, der zur Heirat mit der französischen Prinzessin Elisabeth bestimmt ist. Nach einem ersten Treffen entfacht zwischen den beiden eine zarte Liebe, doch König Philipp II. verkündet überraschend, selbst Elisabeth heiraten zu wollen. Aus politischen Gründen akzeptiert Elisabeth ihr Schicksal. Gleichzeitig drängt der aufgeklärte Marquis von Posa seinen Freund Don Carlo, sich für eine freiheitlichere Zukunft in Flandern einzusetzen – ein Engagement, das sie in einen gefährlichen Konflikt mit dem mächtigen Großinquisitor führt. Die Musik von Giuseppe Verdi zeichnet sich durch eine düster-verschattete Harmonik und eine Melodik voller Eleganz und Empfindsamkeit aus, die mit kaum spürbaren Kontrasten spielt und von einem tief schwelenden Orchesterklang getragen wird. Über zwanzig Jahre arbeitete Verdi an Don Carlo, wobei sieben Fassungen entstanden, die verschiedene Inszenierungen inspirierten – darunter eine vieraktige Version, die 1884 an der Mailänder Scala Premiere feierte und als Vorlage für die aktuelle Wiener Neuinszenierung dient. Die Inszenierung von Kirill Serebrennikov überträgt die Handlung ins Heute und lässt sich dabei vom Kyoto Costume Institute inspirieren. Dort werden historische Kleidungsstücke aus aller Welt bewahrt, was die Vergänglichkeit von Mensch, Leidenschaft und Werk symbolisiert – ein zentrales Thema der Aufführung. In der Inszenierung verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart, besonders spürbar in der Figur des Marquis von Posa, der als Aufklärer und kritischer Beobachter agiert und Umweltfragen rund um Überproduktion und Konsum von Textilien thematisiert. Musikalisch geleitet wird die Produktion von Pier Giorgio Morandi, während Kirill Serebrennikov Regie, Bühne und Kostüme verantwortet. Unterstützung erhält er von Galya Solodovnikova, die Ko-Kostüme gestaltet, sowie von Evgeny Kulagin mit Choreografie und Regieassistenz. Die Bühnenbild Mitarbeit leistet Olga Pavluk, das Lichtdesign stammt von Franck Evin, die Videoarbeit von Ilya Shagalov, und die Musikdramaturgie liegt bei Daniil Orlov. Die Aufführung beginnt um 19:00 Uhr und umfasst eine Pause von 25 Minuten, die Gesamtspieldauer beträgt etwa 3 Stunden und 10 Minuten. Karten können online oder an der Bundestheaterkasse erworben werden. Weitere Details sind auf der offiziellen Website der Wiener Staatsoper zu finden.

Location

Wiener Staatsoper Opernring 2 1010 Wien

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