In the organizer's words:
Dass Souad Massi eine bekannte Songschreiberin werden würde, war ihr nicht an der Wiege gesungen. 1972 geboren, wuchs sie in einem Arbeiterviertel Algiers auf; am Radio lauschte sie arabischer Popmusik, und sie hörte westlichen Rock. Der Flamenco trat in ihr Leben, und sie sang in einer Metal-Band. Damit verstieß sie gegen die guten Sitten, wurde von Fanatikern bedroht. In einem Lied beschreibt sie Algerien als schöne Frau, gefesselt und mundtot gemacht. Man könnte das als Selbstbeschreibung lesen: Als sie 1999 bei einem Festival in Frankreich auftrat, mit melancholischen, poetischen Liedern, wurde sie gefeiert. Sie blieb. Album um Album entstand, angesiedelt zwischen Chanson und arabischen Klangsphären, Folk und Rock. Ihre Geschichte hat Massi zudem zum politischen Vorbild gemacht – eine Frau, die against all odds ihren Weg geht, musikalische und geografische Grenzen überschreitet und patriarchale Strukturen durch ihr Tun zersetzt. Nicht nur in Frankreich ist sie so zum Mega-Star aufgestiegen.
Souad Massi : voc, g
Youssoupha : voc
Ralph Lavital : g
Guy Nsangué : b
Martin Wangermée : dr
Mokrane Aldani : v, mandolin
Alle Infos rund um das Festival gibt es unter www.enjoyjazz.de
Foto: Yann Orhan
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