Auf inspirierende Weise zeigt der Film, wie wichtig körperliche Selbstbestimmung ist. Länder-, Zeit- und Geschlechtergrenzen werden dabei gekonnt ignoriert. Wir sind alle Orlandos. 25 Darsteller*innen zwischen 15 und 70 Jahren spielen die Figur und jeder Orlando, so Preciado, ist eine trans* Person, die sich täglich mit Gesetzen, Geschichte, Psychiatrie, traditionellen Familienvorstellungen und der Macht der Pharmakonzerne auseinandersetzt und dabei ihr Leben riskiert. All ihre persönlichen Erfahrungen und Biografen ießen in die filmische Woolf-Adaption ein; das Künstlerduo Pierre & Gilles spielt die höfschen Ärzte Orlandos, die Schriftstellerin Virginie Despentes die Richterin, deren beeindruckende, mutmachende Schlussszene zum Plädoyer für Gerechtigkeit und Liebe wird – und uns nicht vergessen lässt: trans* is beautiful!
Die Gala wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht.