Samuel Beckett konnte Vertonungen seiner Texte nicht ausstehen. Doch in seinem experimentellen Radiohörspiel »Words and Music« von 1961 trat nun einmal neben dem sprechenden »Words« (alias Joe) ein gewisser »Music« (alias Bob) auf, der sich nur in wortlosen Klängen äußerte. Um ihn zum Leben zu erwecken, benötigte der Autor einen Komponisten als Partner. Für eine Neuproduktion im Jahr 1987 schlug Beckett selbst Morton Feldman vor, vielleicht ja, weil er in der Arbeitsweise des US-Amerikaners, in der subtilen Variation und Neukombination von sehr reduziertem Material, Parallelen zum eigenen Schaffen erkannte. »Es war ein riesiger Spaß, etwas für Beckett zu machen«, erklärte Feldman dazu, »sozusagen ihm zu Ehren, der seit den 1950er Jahren Teil meines Lebens war.« Abgerundet wird das Programm des E-MEX-Ensembles durch ein neues Werk der Katalanin Helena Cánovas i Parés, das sich ebenfalls auf einen Beckett-Text bezieht: die Novelle »Company« aus dem Jahr 1979.
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€ 24,- | ermäßigt: € 18,-