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Tschaikowski-Ouvertüren
PHOTO: © Wilfried Hösl

Tschaikowski-Ouvertüren

In the organizer's words:

Alexei Ratmansky ist bekannt für seine intensive Auseinandersetzung mit dem traditionellen Repertoire des klassischen Balletts und seinen kreativen Umgang mit dem aus dem 19. Jahrhundert überlieferten choreographischen Vokabular. Nach Paquita und Bilder einer Ausstellung erarbeitet er in der Spielzeit 2022-23 eine Uraufführung zu Musik von Pjotr I. Tschaikowski. Geboren 1968 in St. Petersburg, erhielt Alexei Ratmansky seine Ballettausbildung an der Bolschoi-Ballettakademie in Moskau. Er tanzte als erster Solist beim Ukrainischen Nationalballett, dem Royal Winnipeg Ballet und dem Royal Danish Ballet. Noch während seiner aktiven Zeit als Tänzer begann er eine aufsehenerregende Karriere als Choreograph. Für seine Kreation in München, die den Arbeitstitel Tschaikowski-Ouvertüren trägt, arbeitet er mit dem Bühnen- und Kostümbildner Jean-Marc Puissant zusammen. Der gebürtige Franzose mit einem Atelier in London absolvierte den Motley Theatre Design Course in London und studierte Kunstgeschichte an der Sorbonne. Vor seiner Karriere als Kostüm- und Bühnenbildner absolvierte er eine Ausbildung als Tänzer an der Ballettschule der Pariser Oper. Als professioneller Tänzer war er von 1990 bis 1998 beim Stuttgarter Ballett und später beim Birmingham Royal Ballet engagiert.

Alexei Ratmanskys Kreation für die Compagnie nimmt mehrere Ouvertüren von Pjotr I. Tschaikowski zum Ausgangspunkt, um die Historizität des klassischen Balletts in choreographisch-spielerischer Form zu reflektieren. Im Zentrum von Ratmanskys neuem Werk für das Bayerische Staatsballett steht die Frage, wie sich das traditionelle Schrittmaterial und der Körperausdruck im Laufe der Zeit verändern und welches Tanzspiel sich daraus für die Gegenwart ableiten lässt. Das Bühnenbild von Jean-Marc Puissant arbeitet mit verschiedenen Schleiern und raumgliedernden Elementen. Diese übersetzen die fortschreitende Enthüllung und den Aufbau von Erwartungen, die der Ouvertüre mit ihrem Ankündigungscharakter innewohnen, in visuelle Bilder. Der Bühnenraum ist mit transparenten Schleiern, beweglichen Flächen sowie skulpturalen Formen gestaltet. Ratmansky geht es nicht in erster Linie darum, eine konkrete Geschichte zu erzählen. Im Vordergrund steht die Freude an einem Ereignis, das von den vielfältigen emotionalen Stimmungen der Musik, der technischen Fertigkeit der Tänzer und dem Spiel mit kontrastierenden Figuren lebt. Das Bayerische Staatsorchester interpretiert u.a. die Konzertouvertüren zu HamletDer Sturm und Romeo und Julia von Pjotr I. Tschaikowski.

Location

Nationaltheater München - Bayerische Staatsoper
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